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Das Dyckerhoff-Hochhaus bleibt als Bürostandort erhalten. Die Wohnhäuser gehören jetzt auch der SEG. Foto: SEG Wiesbaden mbH
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Das Dyckerhoff-Hochhaus bleibt als Bürostandort erhalten. Die Wohnhäuser gehören jetzt auch der SEG.

Wiesbaden

Stadt Wiesbaden kauft Dyckerhoff-Areal

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Konkrete Pläne über die Nutzung gibt es nicht, aber das Gelände eröffnet neue Möglichkeiten für die Frachtschifffahrt. Das alte Förderband ins Ostfeld könnte raktiviert werden.

Es habe sich eine Chance geboten, wie sie sich in 30 Jahren nur einmal bietet, und die Stadt habe zugegriffen, berichtet Roland Stöcklin der FR. Der Geschäftsführer der zur Wiesbaden Holding gehörenden Stadtentwicklungsgesellschaft ist überzeugt, dass der Kauf des 2,7 Hektar großen Teilgrundstücks vom Unternehmen Dyckerhoff der Landeshauptstadt auf lange Sicht nur Vorteile bringt. Zu dem Paket, das den Besitzer zum Jahresende wechselt, gehören denkmalgeschützte Wohngebäude, eine ehemalige Kraftwerkshalle, ein Wasserturm, zwei Villen und das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Dyckerhoff-Hochhaus, ein weithin sichtbarer Büroturm. Zudem gehen ins Eigentum der SEG mehrere stillgelegte Industrietanks, eine Garagenanlage, Tennisplätze und Kleingärten über. Das Areal zwischen der Albert- und Dyckerhoffstraße zwischen Amöneburg und Biebrich liegt am Rheinufer. Die Verhandlungen seien aufgrund der teils zu erhaltenden Leitungen und Kanäle und wegen Geh- und Fahrrechten sehr komplex gewesen, sagt Stöcklin. Das Unternehmen Dyckerhoff teilt auf Anfrage mit, dass die Liegenschaft nicht mehr genutzt werde, das Bürohochhaus stehe seit 2015 leer. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Konkrete Pläne, was sich mit dem für Wiesbadener Verhältnisse großen Gelände anfangen lasse, gebe es noch nicht. Die Stadt habe die Gestaltungshoheit erlangen wollen, sagt Stöcklin. Wohnhäuser dürften dort wegen der Nähe zum Industriepark Infraserv Kalle Albert nicht gebaut werden. Lediglich in den bereits bestehenden Gebäuden ist Wohnen erlaubt.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) begrüßt den Kauf. „Der unmittelbare Rheinzugang ist nicht vermehrbar“, begründet er die Freude. Die Gestaltung werde „partnerschaftlich mit den Nachbarn und Arbeitgebern des Industrieparks, der Sopro-Bauchemie und Dyckerhoff“ geschehen. Die Nachnutzung werde aufgrund der „Heterogenität“ über längere Zeit ausgearbeitet werden, so Mende.

Aber es gibt Erfordernisse und Ideen. Das Hochhaus müsse als Bürostandort erhalten bleiben, erläutert Stöcklin, der Bauzustand sei okay. Die alten Treibstofftanks sollten verschwinden. Der Bereich um den Hafen, der dem Wasser- und Schifffahrtsamt gehört und mitbenutzt werden dürfe, werde seinen industriellen Charakter behalten.

Stöcklin geht davon aus, dass die Frachtschifffahrt an Bedeutung gewinnen werde. Das Gelände der dann abgebauten Öltanks könnte sich vielleicht zur Lagerung von Schüttgütern wie Sand oder Kies eignen. Würde man das stillgelegte Dyckerhoff-Förderband wieder aktivieren, mit dem früher Kalk vom Kalksteinbruch zur Zementfabrik und von dort zum Hafen befördert wurde, könnten Baustoffe mit geringem CO2-Ausstoß vom Hafen in die Nähe des Neubaugebiets Ostfeld transportiert werden.

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