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„Schwester Angelica“-Chor in einer Puccini-Oper.
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„Schwester Angelica“-Chor in einer Puccini-Oper.

Wiesbaden

Staatstheater Wiesbaden darf wieder spielen

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Nach langer Corona-Pause präsentiert Intendant Uwe-Eric Laufenberg sein Programm für die kommende Saison. Es ist von der Pandemie geprägt - in vielerlei Hinsicht.

Das Programm zu erstellen, habe in diesem Jahr einem Hexenwerk geähnelt, sagte Intendant Uwe-Eric Laufenberg gestern. Die Arbeit sei durch die Pandemie geprägt gewesen: planen, verschieben und wieder neu planen. Nun stehe das Programm für die Spielzeit 2021/2022, und er habe die „begründete Zuversicht“, dass es auch aufgeführt werde.

Nach über sieben Monaten Stillstand, der sich in den Seelen der Theaterleute mit der letzten ähnlich langen Schließzeit des Theaters im Zweiten Weltkrieg vergleichen lasse, seien alle begierig aufs Spielen, Tanzen und Musizieren. Die Freude, dass die Inzidenzwerte sänken, sei daher groß.

Die Erfahrung der vergangenen anderthalb Jahre schwingt in der kommenden Spielzeit ständig mit. Eröffnet wird die Opernsaison mit Giuseppe Verdis „Il Trovatore“, der ebenso wie Richard Wagners „Tristan und Isolde“ für die Spielzeit des vergangenen Jahres eingeübt, aber nicht aufgeführt worden war. „Herübergerettet“, wie Laufenberg es ausdrückt, seien auch für das Schauspiel „Wallenstein“ von Friedrich Schiller und einige andere Aufführungen. Die Pandemie schlägt sich nicht nur in den verschobenen Stücken nieder. Einige Aufführungen wurden wegen des Stoffs ausgewählt, der die Corona-Pandemie thematisiert oder von dem man meinen könnte, er thematisiere sie.

Regisseur Clemens Bechtel, der mit dem Stück „Casino“ die Wiesbadener Politskandale auf die Bühne brachte, hat mit „Wuhan – Die Verwandlung“ von Jan Neumann der Verwandlung der Welt, der Menschen und des Virus nachgespürt und sich auf die Suche begeben nach den Menschen, die „zwischen Statistiken und Empörung“ verloren gegangen sind.

Tickets

Der Vorverkauf beginnt am Montag, 12. Juli, 10 Uhr. Aufgrund mangelnder Planungssicherheit werden nur Karten für September und Oktober verkauft.

Tickets sind erhältlich unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de und unter 0611/132325 sowie unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de und 0611/132340 und unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de und 0611/132300.

Speisen und Getränke für die Pause sind unter das-foyer-wiesbaden.de zu bestellen.

Juli Zeh hat mit dem Stück „Corpus Delicti“ bereits 2007 beschrieben, was mit einer Gesellschaft passiert, wenn Gesundheit als Maßstab über andere Dinge gestellt werde. Es entstehe eine Gesundheitsdiktatur.

Im Hessischen Staatsballett, das ebenfalls sieben Monate nicht arbeiten konnte, zeigt Haus-Choreograph Tim Plegge mit seiner neuen Kreation „Memento“ zur Musik von Max Richter, Vivaldi und anderen, die Fähigkeit der Menschen, sich in Krisen zu verändern, sich der eigenen Sterblichkeit bewusst zu werden und das Leben zu feiern.

Die meisten Aufführungen lassen die Pandemie aber vergessen. In der Oper bilden die sieben letzten Opern von Mozart einen Schwerpunkt, eine Musik, die laut Laufenberg an Schönheit nie übertroffen wurde. Das Hessische Staatsorchester bietet acht Sinfoniekonzerte an, das Schauspiel feiert elf Premieren und fünfzehn Wiederaufnahmen und das Staatsballett vier Premieren und eine Wiederaufnahme.

Für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am kommenden Samstag ist nur ein sehr kleines Publikum vorgesehen. Laufenberg hofft aber, Ende Juni eine höhere Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern zulassen zu können.

Da die Landesregierung für das Rheingau-Musik-Festival erlaubt habe, das Publikum nach dem sogenannten Schachbrettmuster mit Abstand zu verteilen, setzt der Intendant darauf, dass ihm dies auch gestattet wird. Damit könnten doppelt so viele Menschen den Stücken beiwohnen wie unter der aktuellen Regel. Für September rechnet er mit der vollen Bestuhlung. Dann hätten alle Leute die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen.

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