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Der Lastwagen auf der Salzbachtalbrücke kann wohl doch vor der Sprengung geborgen werden.
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Der Lastwagen auf der Salzbachtalbrücke kann wohl doch vor der Sprengung geborgen werden.

Wiesbaden

Sprengung der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden erst Anfang November

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Der Lastwagen kann wohl gerettet werden. Bald dürfen sich die Arbeiter wieder dem Bauwerk nähern.

Für den auf der Salzbachtalbrücke stehenden Lastwagen gibt es gute Nachrichten. Das viele Tausend Euro teure Brückenuntersichtgerät, das vor der Havarie im Juni auf der Brücke abgestellt worden war, kann wohl vor der geplanten Sprengung heruntergeholt werden. Zumindest würden „die Signale in die Richtung laufen, dass der Lastwagen vor der Sprengung geordnet“ geborgen werden könne, sagte ein Sprecher der Autobahngesellschaft des Bundes am Mittwoch auf Anfrage. Bislang waren die Ingenieure davon ausgegangen, dass der Lastwagen aus Sicherheitsgründen nicht von der Brücke entfernt werden könne, weil sie um die Stabilität des Bauwerks bangten. Das Untersichtgerät wäre dann bei der Sprengung zerstört worden.

Für die Nutzer der Bahn stehen jedoch schlechte Nachrichten an. Der Sprengtermin verzögert sich wohl auf Anfang November, wie die Autobahngesellschaft am Mittwoch mitteilt. Bislang war von Oktober die Rede gewesen. Da die Bahngleise zum Wiesbadener Hauptbahnhof unter der Brücke verlaufen und die Brücke einsturzgefährdet ist, fällt seit Monaten fast der gesamte Zug- und S-Bahn-Verkehr aus. Erst nach der Sprengung können die Züge wieder nach Wiesbaden fahren. Am 18. Juni hatte sich der Überbau des Südteils der Salzbachtalbrücke um 50 Zentimeter gesenkt und um zehn Zentimeter seitlich verschoben. Ein Pfeiler steht schief. Seitdem ist die Brücke, über die die Autobahn 66 führt, für den Verkehr gesperrt, auch darunter darf nichts mehr fahren.

Die Sicherungsarbeiten machen nach Auskunft der Autobahngesellschaft Fortschritte. Der schadhafte Pfeiler sei mit einem Spritzbetonkorsett stabilisiert worden. Weitere notwendige Arbeiten am südlichen Brückenbauwerk seien abgeschlossen worden. Sobald die externen Prüfingenieure in Kürze die gesicherte Brücke für stabil genug halten, dürfen die Arbeiter auch wieder direkt am Bauwerk tätig werden. Bislang war es zu gefährlich, dass Menschen sich weniger als 25 Meter der Brücke näherten. Ferngesteuerte Maschinen übernahmen die Arbeiten. Die Prüfingenieure kontrollieren aktuell auch den Nordteil der Brücke, bisher ohne Auffälligkeiten.

Für die Vorbereitung für den großen Knall ist es erforderlich, dass Menschen Hand anlegen. Die Infrastruktur unter dem Bauwerk – die Gleisanlagen und die Bundesstraße 263 – muss mit Stützwällen und einem Sandbett geschützt werden, auf das das gesprengte Bauwerk später fallen soll. Das soll die Technik vor dem Aufprall schützen. Vorgesehen ist zudem, die Oberleitungen und Gleisanlagen zurückzubauen. Geplant ist, dass die Südbrücke bei der Sprengung senkrecht nach unten fällt. Anschließend soll die Nordbrücke vom Klärwerk wegkippen und auf der gesprengten Südbrücke landen.

Die Salzbachtalbrücke wurde wegen Einsturzgefahr gesperrt.

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