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Spende für ukrainische Nachwuchstalente aus Wiesbaden

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Von: Madeleine Reckmann

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Rheingau Musikfestival übergibt 20000 Euro, die bei Konzert im Kurhaus gesammelt wurden.

Als das Kiewer Symphonieorchester im April im Wiesbadener Kurhaus ein Konzert gab, waren die Gedanken bei der ukrainischen Jugend. Der Veranstalter, das Rheingau-Musikfestival, sammelte damals Geld für die Nachwuchsmusiker. Nun wurde die Spende in Höhe von 20 000 Euro an das Jugendsymphonieorchester der Ukraine übergeben. Das teilt das Rheingau Musikfestival mit.

„Es ist wichtig, dass das kulturelle Erbe eines Landes nicht unter den Trümmern eines Krieges begraben wird“, sagt Michael Herrmann, Intendant des Rheingau Musikfestivals. Das Geld solle den Musiker:innen von 12 bis 22 Jahren helfen, die ukrainische Kultur aufrecht zu erhalten und die Stimme einer ganzen Nation nach außen zu tragen. Das ukrainische Jugendorchester fördert Talente aus der ganzen Ukraine. Es wurde 2016 auf Initiative der Dirigentin Oksana Lyniv gegründet und von deutschen Partnerinstitutionen unterstützt. Lyniv ist heute seine Chef-Dirigentin. „Musik bedeutet Frieden und steht für eine Welt, die derzeit verloren ist“, sagt Lyniv, „gleichzeitig ist sie eine Sprache, mit der die jungen Musiker:innen zeigen können: Wir und die Ukraine leben noch.“ Die Spende sei ein wichtiges Zeichen von Gleichgesinnten und gebe Hoffnung für die Zukunft.

Für die Direktorin Alexandra Zaitseva zeigt die Unterstützung, dass „auch die wichtigsten europäischen Kulturinstitutionen solidarisch an unserer Seite stehen.“ Mit dem Geld sollen die jungen Talente gezielt unterstützt werden und es soll bei der Suche nach Studienplätzen und Unterkünften helfen.

Die Deutschlandtournee des Kiewer Symphonieorchesters im Frühjahr war von Konzerthäusern und Festivals unterstützt worden. Aufgetreten war damals auch der weltberühmte Soloviolinist Aleksey Semenenko, der Schlagzeilen gemacht hatte, weil er sich bei Kriegsbeginn in der Ukraine aufgehalten hatte und trotz seines deutschen Passes nur unter Schwierigkeiten das Land verlassen konnte. mre

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