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Sven Gerich ist Oberbürgermeister von Wiesbaden.

Sven Gerich

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wiesbadener Oberbürgermeister

Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Vorteilnahme gegen den Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich. Es geht um eine umstrittene Urlaubsreise.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD). Dabei geht es unter anderem um den Verdacht der Vorteilsannahme, wie ein Sprecher der Behörde am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Ermittlungen beziehen sich auf eine umstrittene Urlaubsreise nach Spanien, die Gerich im April 2014 gemeinsam mit einem inzwischen freigestellten städtischen Manager unternommen hatte und die dieser bezahlt haben soll. Zuvor hatten mehrere Medien über die Ermittlungen berichtet.

Kurz vor der Reise war der Begleiter Gerichs zum Geschäftsführer einer städtischen Holding bestellt worden. Er habe sich inzwischen wegen der Reise selbst angezeigt, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch gegen ihn werde ermittelt. Man habe mit der Reise den Vertrag feiern und Spanien erkunden wollen, heißt es in der Selbstanzeige.

In einer Stellungnahme vor rund zehn Tagen hatte Gerich erklärt, mit dem Mann befreundet gewesen zu sein, die Kosten für die Reise jedoch geteilt zu haben. Der Mann sei unabhängig von der persönlichen Beziehung zu ihm zum Geschäftsführer bestellt worden. Der gemeinsame Urlaub sei „formal unproblematisch, aber unsensibel“ gewesen, heißt es in der Stellungnahme Gerichs.

Am 26. Mai steht gemeinsam mit der Europawahl in Wiesbaden die nächste Oberbürgermeisterwahl an. An diesem Donnerstag (24.1.) entscheidet eine Mitgliederversammlung der SPD über Gerichs Nominierung als Spitzenkandidat. (dpa)

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