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Die Erdogan-Statue in Wiesbaden steht nicht mehr.

Streit um Statue

Proteste bringen Erdogan zu Fall

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Die umstrittene goldene Erdogan-Statue in Wiesbaden ist abgebaut. Die Stadt sah die öffentliche Sicherheit gefährdet, nachdem Kurden ihren Protest angekündigt hatten.

Am Ende  waren es  Unruhen in der Bevölkerung und  angekündigte Proteste der Kurden, die Erdogan zu Fall brachten. Aus Sorge um die öffentliche Sicherheit hat die Landeshauptstadt Wiesbaden am Dienstagabend entschieden, die den türkischen Staatspräsidenten Erdogan darstellende Statue  abzubauen.

Der Magistrat hatte zwar noch am Montagvormittag mit Verweis auf die Freiheit der Kunst keinen Anlass gesehen, das mit goldener Farbe angestrichene und vier Meter hohe Standbild aus Beton abräumen zu lassen. Doch im Laufe des Dienstagnachmittags und vor allem am Abend war es zu hitzigen Auseinandersetzungen verschiedener türkischer Gruppen vor der Statue gekommen. Eier und Äpfel seien geflogen, berichtet eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Auch Stichwaffen sollen gesichtet worden sein, zitiert der  Wiesbadener Kurier den Ordnungsdezernenten Oliver Franz. Wie die Stadt mitteilt, hätten  Kurden zudem überregional zu Protestaktionen in Wiesbaden aufgefordert.  

Für Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD)  und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) sei Kunstfreiheit zwar „ein hohes und schützenswertes Gut, eine Kunstinstallation allerdings Tag und Nacht mit einem massiven Polizeiaufgebot schützen zu müssen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten“ sei „nicht verhältnismäßig.“

Die Statue war in der Nacht zum Dienstag im Rahmen der Biennale 2018 als Kunstwerk auf dem Platz der deutschen Einheit aufgestellt worden. Sie ist das Geschenk eines Schweizers Künstlers an die Biennale. Nun wurde sie in einer Wiesbadener Feuerwache eingelagert. Zur Stunde beraten Intendant des Staatstheaters,  Uwe Eric Laufenberg, mit Oberbürgermeister Gerich über ihren Verbleib. 

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