Wohnen in Wiesbaden

Kritik an Mieterhöhung

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Die Landes-SPD schaltet sich in den Streit um GWH und Schelmengraben ein.

Nachdem die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen im Juli die Mieten ihrer Wohnungen im Wiesbadener Schelmengraben um bis zu 15 Prozent erhöht hat, übt auch die SPD im Landtag Kritik. Das teilt der Quartiersrat im Wiesbadener Stadtteil Schelmengraben mit. Der hatte sich vor einem Jahr als Bürgerbeteiligungsgremium gebildet, um die Entwicklung des Quartiers zu begleiten. Denn die Stadt Wiesbaden und die GWH planen ergänzende Bauten mit 650 Wohneinheiten im Schelmengraben.

Laut Quartiersrat soll sich der Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel mit einem Schreiben an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) gewandt haben. Darin heiße es: Die SPD Hessen „wolle, dass alle Wohnbauunternehmen mit direkter und mittelbarer Landesbeteiligung die Steigerung aller Bestandsmieten begrenzen. Diese Position vertreten wir auch gegenüber der GWH.“

Weiterhin bittet Schäfer-Gümbel um Auskunft darüber, was die Landesregierung tut, um „einen realen Beitrag zur Mietpreisbegrenzung bei der GWH zu leisten“. Die bisherigen Schritte der Regierung in diese Richtung bezeichnete Schäfer-Gümbel als „halbherzig und unzureichend“.

Dem Quartiersrat und vielen der 6000 Bewohner des Schelmengrabens spreche der SPD-Fraktionsvorsitzende damit aus dem Herzen, heißt es in der Mitteilung.

Der SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel sitzt auch im Verwaltungsrat der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), deren Tochter die GWH ist. Deshalb hatte sich der Quartiersrat an die Verwaltungsräte, zu denen auch Staatsminister Thomas Schäfer (CDU) zählt, gewandt mit der Bitte, die Renditeerwartung an die GWH zu reduzieren, „damit Wohnraum im Schelmengraben bezahlbar bleibt“. 

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