Wiesbaden

Gelebte Stadtgesellschaft

  • schließen

1400 Mitarbeiter von 125 Unternehmen engagieren sich während der „Wiesbadener Aktionswoche“ ehrenamtlich in Einrichtungen und Vereinen.

In Kindergärten, Schulen, in Pflegeheimen, auf Wiesen am Stadtrand, in Schloss Freudenberg – überall in der Stadt waren in den vergangenen Tagen Menschen zu sehen, die T-Shirts trugen mit der Aufschrift „Aktionswoche Wiesbaden Engagiert!“.

Die Aktionswoche ist die Woche des bürgerschaftlichen Unternehmens-Engagements in der Stadt. Das heißt, Unternehmen stellen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen Tag oder auch für mehrere Tage frei, damit sie sich ehrenamtlich engagieren können. Rund 1400 Mitarbeiter aus 125 Firmen haben seit 14. Juni, dem Starttag, in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, in Kulturinitiativen oder Umwelt- und Naturschutzorganisationen gemalert, gebaut, beraten oder betreut und 125 Projekte umgesetzt. Am Freitag ist die Aktionswoche mit einer großen After-Work-Party zu Ende gegangen.

Die Aktionswoche „ist für alle eine Win-Win-Situation und einzigartig in Europa“, sagt Bürgermeister und Sozialdezernent Arno Goßmann (SPD). Andere Städte in Deutschland haben sich am Beispiel Wiesbadens orientiert und ähnliche Aktionen initiiert. Dass alle Kinder gut aufwachsen, Lebenswelten nicht auseinanderdriften und die Stadtgesellschaft sich spaltet, seien damals Anspruch und Ziel gewesen, sagt Karoline Deissner, die im Amt für Soziale Arbeit im Sozialdezernat die Woche organisiert und koordiniert.

Die Unternehmen sollten als Partner gewonnen werden. Dass sie diese Aufgabe gern übernommen haben, zeigt die Statistik: Im Juni 2005 startete der erste Aktionstag mit 30 Projekten und 170 Mitarbeitern aus 36 Unternehmen. Die Teilnehmerzahl wuchs stetig.

Nach zehn Jahren wurde aus dem Aktionstag eine Aktionswoche. Seither sind zwischen 1400 und 1600 Engagierte dabei, die in bis zu 140 Projekten arbeiten. „In 13 Jahren ,Wiesbaden Engagiert!‘ haben sich mehr als 10 000 Menschen in über 1000 Projekten engagiert“, sagt Deissner. Beeindruckender als die Zahlen sei aber die Wirkung auf alle Beteiligten. Denn, so Deissner, “,Wiesbaden Engagiert!‘ baut Brücken zwischen den Menschen und den vielfältigen, unterschiedlichsten Akteuren der Stadtgesellschaft.“ diu

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare