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Spannung im Krimiherbst

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Von: Arne Löffel

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So mancher Krimi kann einem das Gruseln lehren...
So mancher Krimi kann einem das Gruseln lehren... © Reuters

Beim Wiesbadener Krimiherbst dürfen sich die Gäste auf ein vielfältiges Programm mit Lesungen, Theater und Interaktivem in der ganzen Stadt freuen.

Wenn die Tage kürzer werden, Regen gegen die Fenster peitscht und der Wind gespenstisch an den Läden rüttelt, dann ist die ideale Jahreszeit gekommen, um es sich mit einem spannenden Krimi in der einen und einer schönen Tasse Tee in der anderen Hand auf der Couch gemütlich zu machen. Es ist die Zeit des Wiesbadener Krimiherbsts, der vom 8. November bis 12. Dezember den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern das Fürchten lehren will. Aber auch das Amüsieren und Mitknobeln, natürlich.

Wie auch schon in den Vorjahren wird der Wiesbadener Krimiherbst federführend vom Literaturhaus Villa Clementine und dem Kulturamt organisiert. „Wir wollen diesem literarischen Genre die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen, bereits bestehende Initiativen fördern und zur Entwicklung neuer Ideen und Kooperationen anregen“, schreibt das Kulturamt auf einer Internet-Seite der Stadtverwaltung.

Sich mit Kriminalliteratur zu beschäftigen heißt laut den Organisatoren nicht nur, mit klopfendem Herzen eine rätselhafte Geschichte zu verfolgen und die Spuren eines literarischen Verbrechens zu entschlüsseln. „In Kriminalgeschichten spiegeln sich auch die sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Probleme einer globalisierten Gesellschaft wider.“ Das Lesen von Kriminalliteratur rege also auch zur kritischen Debatte an.

Eine zentrale Rolle beim alljährlichen Krimiherbst kommt dem Wiesbadener Krimi-Stipendiaten zu. Daher wird der diesjährige Stipendiat, Wolfgang Brenner, zum Auftakt seinen autobiografisch gefärbten Kurzkrimi „Schiersteiner Brücke“ vorstellen, der vor dem Hintergrund der monatelang gesperrten Brücke spielt. Geschrieben hat ihn Brenner im März, während er auf Einladung der Stadt in der Villa Clementine lebte und arbeitete. Zum Auftakt wird Brenner außerdem humorvolle Kolumnen vortragen. Und weil zum Krimi – zumindest im Fernsehen – auch immer stimmungsvolle Musik gehört, darf die zum Auftakt nicht fehlen: Es spielt das Frankfurt Jazz Trio.

Der Krimiherbst zielt insgesamt weit über die klassische Lesung hinaus: Im Programm finden sich Dinner-Theater, interaktive Krimi-Dinner und für Kinder von acht Jahren an sogar ein Puppen-Krimi und eine Krimi-Schnitzeljagd. Darüber hinaus geben Buchhändler Empfehlungen für den spannenden Herbst und der TV-Klassiker „Tatort“ ist am 29. November im Theater im Pariser Hof zu sehen. Das Literaturhaus freut sich auf Anfrage über die Vielfalt des Programms: „Der Krimi lässt sich sehr schön im Buch, aber auch in allen anderen Disziplinen erleben. Das wollen wir Wiesbaden bieten.“

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