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Über den Bodensee fahren unterschiedliche Solarfähren. Hier im Bild ist die von Gaienhofen.
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Über den Bodensee fahren unterschiedliche Solarfähren. Hier im Bild ist die von Gaienhofen.

Wiesbaden

Solarfähre über den Rhein

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Machbarkeitsstudie über Pendelverkehr von Kastel zum Römischen Theater.

Über das Hin und Her über den Rhein gibt es je nach Standort links oder rechts des Stroms zuweilen unterschiedliche Auffassungen. Die Citybahn zwischen den beiden Landeshauptstädten war von Mainz gewünscht, aber die Wiesbadener:innen haben sie abgelehnt. Eine dritte Rheinbrücke ist ein Wunschprojekt der Wiesbadener CDU, in Mainz begegnet man ihr reserviert. Ob wohl eine Solarfähre die Menschen beidseits des Rheins einmütig zueinanderbringen kann?

Über die Weser befördert bereits eine Solarfähre Radfahrer:innen und Fußgänger:innen auf die jeweils andere Flussseite. Am Bodensee schippern gleich mehrere Solarfähren, eine zur Insel Reichenau und eine andere am Untersee von Radolfzell aus. Auf ruhigem Gewässer ist die Technik also erprobt. Aber klappt das auch auf dem Rhein mit seiner Strömung, dem Wellenschlag und dem Schiffsverkehr?

Die Mainzer Stadtwerke und das Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität in Mainz untersuchen gerade in einer Machbarkeitsstudie, ob eine batteriebetriebene Solarfähre zwischen Mainz und Mainz-Kastel möglich ist. „Eine emissionsfreie, batterieelektrische Solarfähre, die Ökostrom nutzt und mit dachmontierten Solarmodulen unterwegs ist, könnte für Autofahrer eine klimafreundliche Alternative sein beim Weg über den Rhein“, sagt der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Die Fähre soll nur Radler:innen und Fußgänger:innen befördern.

In Mainz wird sie als sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr gesehen. Die Streckenführung ist Teil der Studie. Vielleicht könnten Menschen schnell zwischen den Bahnhöfen Mainz-Kastel auf der Wiesbadener und Römisches Theater auf der Mainzer Seite pendeln. Weitere Schwerpunkte sind die technischen Anforderungen, die es braucht, um gegen die Rheinströmung anzukommen und rechtliche Aspekte.

KIM

Das Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität (KIM) wurde 2019 von der Mainzer Verkehrsgesellschaft und den Mainzer Stadtwerken gegründet. Anlass war der Testbetrieb des autonom fahrenden Kleinbusses Emma im Mainzer Winterhafen.

Die Aufgabe des KIM ist es, neue Technologien im Austausch mit Partnern zu fördern.

Ob sich der Betrieb einer autonom fahrenden Solarfähre für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen wirtschaftlich lohnt, soll auch untersucht werden. Für freifließende Binnenwasserstraßen liegen noch keine Erfahrungen vor. „Als Mainzer Stadtwerke beschäftigen wir uns seit Jahren mit innovativen Mobilitätskonzepten“, sagt Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Daniel Gahr. „Es geht uns auch darum, ob und wie eine Solarfähre sinnvoll in den öffentlichen Nahverkehr integriert werden kann“.

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr unterstützt das Projekt mit fast 60 000 Euro. Das seien die Hälfte der Projektkosten. Die andere Hälfte übernehmen die Mainzer Stadtwerke.

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