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Der Musiker Emil Mangelsdorff bittet um Spenden für das Konzert der europäischen Sinti- und Roma-Philharmoniker während der Wiesbadener Kulturwochen.
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Der Musiker Emil Mangelsdorff bittet um Spenden für das Konzert der europäischen Sinti- und Roma-Philharmoniker während der Wiesbadener Kulturwochen.

Konzert in Wiesbaden

Sinti- und Roma-Konzert auf der Kippe

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Die europäischen Sinti- und Roma-Philharmoniker wollen in Wiesbaden das "Requiem für Auschwitz" aufführen. Doch das Konzert droht am Geld zu scheitern.

Der Musiker Emil Mangelsdorff und seine Frau Monique bitten um Spenden, damit die europäischen Sinti- und Roma-Philharmoniker das „Requiem für Auschwitz“ während der im Juni stattfindenden Kulturwochen gegen Antiziganismus aufführen können. Dem künstlerischen Leiter Riccardo Sahiti fehlen noch 30 000 Euro, um seine 60 Musiker, 90 Sänger und 4 Solistinnen sowie einen Organisten aus vielen Ländern Europas nach Wiesbaden zu holen, sie zu beherbergen und zu verköstigen. Daher ist es fraglich, ob das Konzert zustandekommt. Geht das Geld nicht bis Ende April ein, muss die Veranstaltung abgesagt werden. Das Orchester setzt sich aus roma- und sintistämmigen Musikern aus vielen Orchestern Europas zusammen. Ziel ist es, das musikalische Erbe der Roma und Sinti hörbar zu machen, zu fördern und seinen Einfluss auf die klassische Musik aufzuzeigen.

Das Requiem hat der Sinto-Musiker Roger Moreno Rathgeb unter dem Eindruck eines Besuchs in Auschwitz geschrieben. 2012 wurde es in Amsterdam uraufgeführt, es folgten Aufführungen in Prag, Budapest, Frankfurt und Dresden. Jetzt soll es am 19. Juni 2018 erstmals im Wiesbadener Staatstheater gespielt werden. Sahiti hat nach eigenen Angaben bereits Zusagen verschiedener Geldgeber. An den Gesamtkosten von 75 000 Euro möchten sich das Land Hessen, das Auswärtige Amt, der Rhein-Main-Kulturfonds, die Stadt Wiesbaden und die evangelische Kirche beteiligen. Aber das reicht noch nicht.

Die Kulturwochen gegen Antiziganismus veranstaltet der hessische Landesverband der deutschen Sinti und Roma mit den Wiesbadener Kooperationspartnern Stadtmuseum am Markt, Stadtarchiv, Aktives Museum Spiegelgasse, Volkshochschule und einigen anderen. Anlass ist die Verschleppung von 119 Wiesbadener Sinti vor 75 Jahren nach Auschwitz, viele kehrten nie wieder zurück. Angekündigt sind die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“, der Bürgerrechtsfilm „Kampf um Anerkennung“ und eine Fachtagung zu Antiziganismus.

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