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Peter Scheerer (links) repariert das Fahrrad von Leonie. Dessen hintere Scheibenbremse hat eine Unwucht.
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Peter Scheerer (links) repariert das Fahrrad von Leonie. Dessen hintere Scheibenbremse hat eine Unwucht.

Wiesbaden

Sicher im Sattel bei Schnee und Eis

  • VonMirjam Ulrich
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In die offene Fahrradwerkstatt der Assoziation Fragmente bringen Wiesbadener ihr Gefährt zum Wintercheck.

Der Hinterreifen des Fahrrads ist platt und das Licht funktioniert auch nicht. Manuel Pensé baut mit geübten Griffen das Rad aus, löst Mantel und Schlauch von der Felge. In der „Laienwerkstatt Fahrrad“ hilft der 51-Jährige am Samstagvormittag dem Besitzer des Rades, das Gefährt fit für den Winter zu machen. Alle drei Monate bietet Fragmente, eine freie Assoziation engagierter Wiesbadener, in den eigenen Räumen an der Blücherstraße eine offene Fahrradwerkstatt an. „Wir wollen als Laien an andere das weitergeben, was wir selbst gut können, und Dinge gemeinsam tun“, beschreibt Manuel Pensé kurz und knapp die Ziele von Fragmente.

Der Sozialarbeiter flickt den Schlauch und zieht ihn wieder ein. Das Rad gehört Micha Hodgson. „Es hat eine spezielle Gangschaltung und ich wusste nicht, wie ich die abmontieren soll“, sagt der Wiesbadener. Er ist jeden Tag mit dem Rad in der Stadt unterwegs, auch im Winter. Er trägt dann eben Handschuhe. Mit dem Rad könne er viel transportieren und komme schnell überall hin, erzählt er. „Der Bus ist voll, es ist stressig und man muss warten.“ Außerdem sei es gut für die Gesundheit – in Wiesbaden allerdings nicht ungefährlich. Die Autofahrer halten sich oft nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung und halten keinen Abstand zu Radlern, beobachtet Hodgson. „Wenn man bergauf langsamer ist, hupen sie.“ Wegen der fehlenden Radwege weiche mancher Radler auf den Bürgersteig aus.

Davon hält Pete Scheerer gar nichts. „Lieber bestimmt und selbstbewusst mitten auf der Fahrbahn fahren“, rät der 43-Jährige. „Das ist eine psychologische Sache.“ Der Visual Designer nimmt an Radmarathons teil und fährt das ganze Jahr mit dem Rad. Im Winter komme es auf ein gutes Reifenprofil und den richtigen Reifendruck an. Außerdem warnt er vor der Rutschgefahr auf nassem Kopfsteinpflaster oder Laub. Radfahrer sollen deshalb nicht zu schnell fahren.

Gerade befestigt Scheerer den lockeren Dynamo am Rad von Suzi Dretvic. Die 44-jährige Laborassistentin fährt mit Rad und Bahn zur Arbeit an der Uni Mainz. „Es spart Zeit, ich bin flexibel und man ist an der frischen Luft“ begründet sie, warum sie auch im Winter radelt. In der Dunkelheit müssen jedoch Räder und Radfahrer gut sichtbar sein, sagt sie. Des Weiteren hält sie eine laute Klingel für wichtig, um Fußgänger zu warnen. Zur Sicherheit lässt Suzie Dretvic ihr Rad checken. Das Hinterrad hat einen Achter, zeigt ihr Pete Scheerer: „Den kann ich nicht rausmachen.“ Als nichtkommerzielles Angebot gebe es für die Hilfe in der offenen Fahrradwerkstatt auch Grenzen, sagt Pensé. Es gehe darum, anderen zu zeigen, was sie selbst machen können, damit ihr Rad winterfest und sicher ist.

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