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Wiesbaden

Schwalbacher Straße soll ein Boulevard werden

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Dafür sollen 30 Parkplätze entfallen und ein Teil des Verkehrs andere Wege finden.

Auf der einen Seite die Altstadt mit vielen Geschäften, auf der anderen das innere Westend, ein migrantisches Wohn- und Geschäftsviertel, das im Kriminalbericht regelmäßig Erwähnung findet. Dazwischen liegt die vielbefahrene Schwalbacher Straße, eine Hauptverkehrsachse, die die Autos über die Bundesstraße 417 von Taunusstein nach Wiesbaden leitet. Zwei getrennte Welten, über die nur wenige Fußgängerüberwege führen.

Drei Minuten und 57 Sekunden brauche sie von einer auf die andere Seite, berichtet die Grünen-Fraktionschefin Christiane Hinninger in der Stadtverordnetenversammlung. Um die Trennwirkung der Schwalbacher Straße aufzulösen, bedürfe es einer umfangreichen Umgestaltung. „Meine Vision ist, aus der Schwalbacher Straße einen Boulevard mit breiten Gehwegen, schattenspendendem Grün und echter Aufenthaltsqualität zu machen“, sagt sie, „und mit Überquerungen, die das Überqueren nicht zum Leistungssport machen.“

Einen Anfang für diese Entwicklung hat das Parlament jetzt beschlossen. Die Umplanung soll vorangetrieben, die dafür benötigten kommunalen Komplementärmittel sollen bereitgestellt werden. „Die Schwalbacher Straße steht sinnbildlich für die Verkehrsprobleme der Stadt“, erklärt SPD-Fraktionschef Hendrik Schmehl den Antrag, den seine Fraktion und die Grünen gemeinsam verfasst haben.

Es gehe darum, die soziale Trennwirkung aufzubrechen, und um zusätzliche Querungen, Sitzgelegenheiten und Straßengrün. Dafür müssten 30 Parkplätze entfallen. Dank der hessischen Förderprogramme „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ biete sich eine einmalige Gelegenheit. „Diese Chance dürfen wir nicht ungenutzt lassen“, sagt Schmehl, sonst gingen Fördermittel in Millionenhöhe verloren. Der Antrag sieht auch vor, den Verkehr in der Schwalbacher Straße mit der digitalen Verkehrssteuerung zu entlasten. Täglich fahren dort auf sechs bis acht Spuren etwa 40 000 Fahrzeuge entlang.

Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) habe nun die schwierige Aufgabe darzulegen, auf welchen Wegen der Verkehr dann vorankommen solle, räumt Stadtplanungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU) ein, hält das Vorhaben aber im gesamtplanerischen Zusammenhang für positiv. Angebracht sei eine Untersuchung über die verkehrlichen Folgewirkungen.

Die Schwalbacher Straße war im 19. Jahrhundert als Promenade angelegt worden. In den 1960er und 1970er Jahren wurde sie autogerecht umgebaut. Die Hochbrücke, über die die Autos geleitet wurden, wurde 2001 abgerissen.

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