Hessen

Schüler fordern neue Hitzefrei-Regeln in Hessen

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Die Landesschülervertretung Hessen übergibt eine Petition für einheitliche Temperaturgrenzen. Auch Oberstufenschüler sollen frei bekommen.

Die hessischen Schülerinnen und Schüler denken bereits an den Sommer – und fordern einheitliche Regeln für Hitzefrei. Am Freitag reichte die Landesschülervertretung (LSV) im Landtag in Wiesbaden ihre Petition ein, in der sie unter anderem darauf dringt, dass Oberstufenschüler und Berufsschüler hitzefrei bekommen können. Bisher ist das nicht möglich.

„Man kann nicht sagen, dass ältere Schülerinnen und Schüler besser unter solchen Bedingungen lernen können“, argumentierte LSV-Vorstandsmitglied Marcel Kalif. Er übergab die Petition gemeinsam mit Landesschulsprecher Paul Harder und einer LSV-Delegation an die Vorsitzende des Petitionsausschusses im Landtag, Manuela Strube (SPD). Das Papier wurde von 2400 Hessinnen und Hessen unterzeichnet. Es trägt den Titel „Gutes Lernen gelingt nur mit kühlem Kopf“.

Hessen: Zeitpunkt „genau richtig“ gewählt

Draußen war es ein eiskalter Tag, während die Schülerinnen und Schüler ihr sommerliches Anliegen vortrugen. Man könne „eine gute Forderung zu jeder Zeit“ vorbringen, kommentierte Kalif. Politikerin Strube sagte sogar, der Zeitpunkt sei „genau richtig“ gewählt, weil die Bearbeitung einer Petition im Parlament mehrere Monate dauere, ehe entschieden werde.

Die Sozialdemokratin machte sich eine der Forderungen zu eigen. „Ihr wollt für alle Schulen gleiche Regeln, was ich auch gut finde“, sagte Strube. Bisher entscheiden Schulleitungen nach eigenem Ermessen, wie sie auf große Hitze reagieren. Es gibt keine feste Temperaturgrenze, ab der der Unterricht beendet werden muss. Die Schülerinnen und Schüler fänden es aber richtig, wieder so eine Grenze festzulegen – insbesondere wegen der Zunahme sehr heißer Tage im Sommer. Sie verlangen ferner, dass bei Hitze an den Schulen kostenlos Getränke bereit gestellt werden.

Hessen: Schüler wollen Unterrichtsstunden verkürzen

Ende der Unterricht wegen Hitzefrei früher, könnten die vorherigen Unterrichtsstunden verkürzt werden – etwa auf 30 Minuten, schlägt die Schülervertretung vor. So könnten trotz Hitzefrei alle Fächer unterrichtet werden.

Das Kultusministerium kommentierte die Pläne skeptisch. Man sei mit dem bisherigen Erlass „gut gefahren“, sagte Sprecher Philipp Bender auf Anfrage. Die bauliche Situation sei an jeder Schule anders, weshalb es klug sei, den Schulleitungen die Entscheidung zu überlassen.

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