Auf Facebook hat ein 18-Jähriger eine "Revolution" angekündigt.
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Auf Facebook hat ein 18-Jähriger eine "Revolution" angekündigt.

Drohung auf Facebook

Schüler war bewaffnet

Ein Schüler droht auf Facebook eine "Revolution" an, wird von der Polizei festgenommen und später in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Nun stellt sich heraus, dass der Vorfall wohl doch nicht so harmlos war, wie es zunächst schien.

Der 18-jährige Schüler, der von der Polizei wegen der Ankündigung einer "Revolution" auf Facebook in Gewahrsam genommen wurde, war nach Angaben der Polizei bewaffnet. Die Beamten fanden bei ihm einen Teleskopschlagstock und eine Schreckschusswaffe, allerdings ohne Munition. Für das Tragen solcher Waffen außerhalb der Wohnung oder der eigenen Geschäftsräume wird ein „Kleiner Waffenschein“ benötigt.

Er berechtigt jedoch nur zum Führen der Waffe, nicht auch zum Besitz. Dafür wird ein Waffenschein benötigt. Wer also in der Öffentlichkeit mit einer Waffe unterwegs ist, muss beides nachweisen können. Ob der 18-Jährige diese Papiere besitzt, ist nicht klar. Laut dem Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft ist davon auszugehen, dass jetzt auch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt wird.

Am Mittwoch fahndeten mehrere Dutzend Einsatzkräfte nach dem Jungen, nachdem die Schulleitung die Polizei informiert hatte. In der Nähe des Schulgeländes konnten sie ihn in Gewahrsam nehmen. Ob er in der anschließenden Vernehmung etwas über seine Motive verriet, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. „Zu seinem Schutz, wir wollen die Situation nicht eskalieren lassen. Der junge Mann hat schon genug Ärger.“ Mittlerweile wurde der Schüler in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.(uf/mor)

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