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Schon 60 Prozent vermietet

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Ein Kran dreht sich über den Dernschen Höfen in Wiesbaden.
Ein Kran dreht sich über den Dernschen Höfen in Wiesbaden. © FR/Oeser

Der Rohbau steht. Doch die Bauarbeiten für das Einkaufs- und Bürozentrum Dernsche Höfe im Herzen Wiesbadens ziehen sich noch mindestens bis Anfang 2011 hin.

Für das neue Büro- und Geschäftshaus Dern´sche Höfe ist am Dienstagmittag Richtfest gefeiert worden. Die Rohbauarbeiten für den Neubau des Büro- und Geschäftshauses mit Einzelhandelsflächen und Büros sind fast abgeschlossen. Bis Anfang des Jahres 2011 baut die Hamburger Immobilienfirma Quantum auf dem Dern´schen Gelände zwischen Friedrichstraße, Marktstraße und Mauergasse rund 5000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen sowie 10 000 Quadratmeter Büroflächen. Nur der denkmalgeschützte Teil des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Friedrichstraße ist stehengeblieben. Die Investitionskosten liegen den Angaben nach bei rund 75 Millionen Euro. Zudem sind in den Dern´schen Höfen 188 Tiefgaragenstellplätze entstanden.

Der Geschäftsführer der Quantum-Projektentwicklung, Frank Bohlander, sprach von einem langen und schwierigen Weg. Im Dezember des Jahres 2005 habe man begonnen. Zum Stand der Vermietung sagte Bohlander, dass es eine große Nachfrage des Einzelhandels gebe. "60 bis 70 Prozent sind bereits vermietet." Zu den Büros wollte er sich nicht konkret äußern. Es gebe zwei große Interessenten. Er hoffe, dass zu Beginn des Jahres 2011 die Büros voll vermietet seien.

Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) betonte, wie wichtig der Platz für die Stadt sei. Es sei wichtig, historische und unter Denkmalschutz stehende Gebäude "mit sinnhafter Funktion" zu beleben.

"Für den Gebäudekomplex haben wir eine markante Fassade entworfen, die die neue Identität für diesen wichtigen Standort als Tor zur Innenstadt unterstützen will", sagte Jeremy Würtz vom Wiesbadener Architektenbüro Zaeske + Partner. Kritik an dem Projekt hatte es von einigen Anwohnern gegeben. Der Komplex werde zu hoch, rücke zu weit in die Mauergasse rein und verschmälere das Entree, hatten sich einige Hausbesitzer gesorgt. Das Flair und der Charme der kleinteiligen Mauergasse mit seinen Bistros, Bäckern, Optikern, Reisebüro und der Buchhandlung werde zerstört, hieß es.

Vereinbarung mit Nachbarn

Mit zwei Anliegern hatte die Immobilienfirma daraufhin eine Nachbarschaftsvereinbarung geschlossen und ihre Zustimmung zu dem Bau abgekauft. Das Architekturbüro reagierte zudem und zog das oberste Geschoss zur Mauergasse rund einen Meter zurück und ließ nicht höher bauen als die übrigen Gebäude. (rmu)

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