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Der Gartenschläfer, eine Schlafmaus, kommt in Wiesbaden noch oft vor.
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Der Gartenschläfer, eine Schlafmaus, kommt in Wiesbaden noch oft vor.

Wiesbaden

Schlafmaus im Museum Wiesbaden

EineAusstellung widmet sich im Museum Wiesbaden dem Gartenschläfer, einer ganz besonderen Schlafmaus.

Das Museum Wiesbaden zeigt eine Ausstellung zu einer kleinen, aber ganz besonderen Schlafmaus: dem Gartenschläfer. Dabei werden bis 24. April kommenden Jahres auch Ergebnisse von Studien vorgestellt. Die Tiere gelten als gefährdet.

Die Naturhistorischen Sammlungen des Museums sind für die Ausstellung mit Unterstützung des Projekts „Spurensuche Gartenschläfer“ des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung tief in die Welt dieser gefährdeten heimischen Tierart eingetaucht. In Wiesbaden und Umgebung sind die Gartenschläfer, die wie die Siebenschläfer zur Familie der Bilche gehören, noch recht häufig anzutreffen.

Wiesbaden sei bundesweit die „Gartenschläfer-Hauptstadt“, teilt der BUND Hessen mit. Doch in vielen anderen Regionen in Deutschland und Europa sänken die Bestände der Schlafmäuse dramatisch oder seien sogar schon verschwunden.

In der Ausstellung steht deshalb nicht nur der Gartenschläfer selbst im Mittelpunkt, sondern auch aktuelle Untersuchungen der Naturschützerinnen und Naturschützer sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Unterschlupf geschaffen

Mit ihrer „Spurensuche Gartenschläfer“ wollen sie herausfinden, warum eine Tierart, die als Allesfresser scheinbar recht anpassungsfähig ist, dennoch gefährdet ist. Gibt es Krankheiten, die ihnen zunehmend zusetzen, Hinweise auf genetische Verarmung oder gehen ihnen Lebensräume verloren? Ist ihre Bedrohung ein Hinweis auf größere Probleme der heimischen Artenvielfalt? „Dass dem Gartenschläfer im Museum Wiesbaden eine ganze Ausstellung gewidmet ist, freut uns sehr“, sagt Susanne Steib, die das Projekt beim BUND Hessen betreut. „Je mehr wir alle über unsere heimischen Arten wissen, umso größer die Chance, ihr Aussterben zu verhindern.“ Auf Grundlage der Forschungsergebnisse werde derzeit ein Schutzkonzept entwickelt, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden solle.

Das Museum Wiesbaden möchte nach Angaben von Hannes Lerp, Kustos für Wirbeltiere, mit der Ausstellung für den Gartenschläfer werben, „Hier in Wiesbaden hat er schon viele Freunde, die etwa in ihren Gärten für Unterschlüpfe sorgen.“, sagt Lerp. Aber nicht alle liebten das nachtaktive Tier. Auf Dachböden könnte es einem die Ruhe rauben. Wer davon betroffen sei, so der Diplom-Biologe, sollte wissen, dass die Tiere geschützt sind und es für solche Probleme Spezialisten gibt.

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