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Bild von Nurdan E. in einer Ausstellung der AWO - fotografiert von Andrea Diefenbach.
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Bild von Nurdan E. in einer Ausstellung der AWO - fotografiert von Andrea Diefenbach.

Tote Nurdan E.

Schicksal der Kinder noch ungewiss

Auch vier Monate nach der Ermordung von Nurdan E. ist die Anteilnahme am Schicksal ihrer Kinder groß. Die beiden 11 und 13 Jahre alten Mädchen müssen wohl in der Türkei bleiben.

Auch vier Monate nach der Ermordung der Türkin Nurdan E., die nach der Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann im Wiesbadener Westend lebte, ist die Anteilnahme am Schicksal ihrer Kinder groß. Die beiden 11 und 13 Jahre alten Mädchen waren zur Beerdigung ihrer Mutter in die Türkei gebracht worden und leben auch heute noch dort.

Sozialdezernent Arno Goßmann (SPD) hält es für wahrscheinlich, dass die in der Türkei lebende Großmutter das Sorgerecht erhalten wird. Die beiden Töchter haben Angaben zufolge auch die türkische Staatsangehörigkeit.

"Die Justiz und das Wiesbadener Sozialamt bemühen sich weiterhin darum, dass die Kinder ihre schulische Laufbahn in Wiesbaden fortsetzen können", erklärte gestern Hannelore Richter, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden. Dies sei ganz im Sinne der im Alter von 31 Jahren ermordeten Nurdan E., die mit ihren Kindern über ein Jahr lang im Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden gelebt hatte.

Viele Wiesbadener hätten Geld gespendet. Wie Hannelore Richter mitteilte, werde das Geld verwahrt und soll zweckgebunden - zur Ausbildung der Mädchen - verwendet werden. Um dies zu gewährleisten wird nach den Worten der Geschäftsführerin eng mit dem Deutschen Konsulat in der Türkei kooperiert.

Nurdan E. hatte sich nach wiederholten Angriffen von ihrem gewalttätigen zweiten türkischen Ehemann lösen können und mit ihren Kindern im Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt Zuflucht gesucht. Nach einem über einjährigen Aufenthalt in der Einrichtung der AWO hatte sie für sich und ihre Kinder in einer Wohnung im Wiesbadener Westend ein neues Leben aufgebaut. Dort war sie im September 2009 ermordet aufgefunden worden. (rmu)

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