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Fluglärm

"Die schallende Ohrfeige ist verdient"

Fluglärmgegner fordern aktiven Lärmschutz für tagsüber und Begrenzung der Flugbewegungen

Die Fluglärmgegner in Wiesbaden begrüßen einhellig das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Nachtflugverbot, sehen es aber nur als einen Etappensieg.

„Natürlich freuen wir uns“, sagt Gottfried Schmidt von der überparteilichen Bürgerinitiative (BI) gegen Fluglärm Wiesbaden. Doch das Urteil bekräftige nur das Ergebnis der Mediation – nicht mehr. Die Landesregierung müsse nun einen neuen Vorschlag machen, fährt Schmidt fort. Ein neues Planungsrecht müsse geschaffen werden.

Protest geht weiter

Für die BI sei weiterhin die „echte Nachtruhe“ zwischen 22 und 6 Uhr entscheidend. Daher gingen die verschiedenen Formen des Protests weiter, kündigt Schmidt an.

„Das Urteil zementiert den momentanen Status quo, bringt aber keine Lösung des Problems“, sagt auch Hans Lahmer von der stadtteilübergreifenden Bürgerinitiative gegen Lärm und Gefahren durch US-Flugzeuge (BiLGUS). Fraport sei schlecht beraten gewesen, sich vom Flughafen Hahn zurückzuziehen. Lahmer fordert eine Deckelung der Flugbewegung und aktiven Lärmschutz tagsüber.

Umweltdezernent Arno Goßmann (SPD) will sich weiterhin für Verbesserungen beim Fluglärm auch tagsüber einsetzen. „Jetzt wird es Zeit, dass der kontinuierliche Sinkflug mit der Reduzierung des Triebwerkeinsatzes verstärkt eingesetzt wird und unter Hochdruck an lärmärmeren Anflugverfahren gearbeitet wird.“

Er verweist darauf, dass weniger laute Anflugverfahren genauso geprüft würden wie ein komplett anderes Landeverfahren. Auch dass der Gegenanflug um 300 Meter nach oben verlegt werden soll, sei für Wiesbaden eine gute Nachricht. Goßmann kritisierte die hessische Landesregierung: „Wer trotz des eindeutigen Mediationsergebnis meint, mit juristischen Spitzfindigkeiten doch Nachtflüge durchsetzen zu wollen, hat diese schallende Ohrfeige aus Leipzig zu Recht bekommen.“

Die Rathausfraktion Bündnis 90/Die Grünen will außerdem deutlich höhere Gebühren für besonders laute Flugzeuge. Andreas Henning vom hiesigen Kreisverbandsvorstand des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) fordert, den innerdeutschen Verkehr auf die Schiene zu verlagern. (miu.)

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