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Uniklinik Mainz

Schärfer sehen nach Grauem Star

An der Mainzer Universität haben Ärzte erstmals eine neuartige Zusatzlinse verpflanzt.

Von Claudia Renner

Ärzte der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz haben erstmals in Deutschland bei einer Augenoperation eine neuartige Zusatzlinse eingepflanzt. Wie die Universitätsmedizin mitteilt, kann die Linse nach einer Operation bei Grauem Star später zusätzlich ins Auge eingepflanzt werden.

Die Linse kann Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigieren und auch eine Hornhautverkrümmung ausgleichen. Der Patient kann anschließend wieder ohne Brille lesen oder Autofahren.

Der ambulante Eingriff bei Tropfen-Betäubung dauere rund zehn Minuten. „Wir haben großes Interesse daran, unseren Patienten stets die neuesten und innovativsten Verfahren im Bereich der Refraktiven Chirurgie – also bei Augenoperationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten – anbieten zu können“, betont Urs Voßmerbäumer, Oberarzt und Leiter der Refraktiven Chirurgie an der Universitätsaugenklinik.

Beim Grauen Star (Katarakt) wird die ursprünglich klare Augenlinse trüb, das Sehvermögen nimmt ab. Bei einer Operation wird die getrübte Linse entfernt und eine Kunstlinse implantiert. Obwohl die Linse individuell für den Patienten ausgesucht wird, könne manchmal eine geringe Fehlsichtigkeit zurückbleiben, erklärt Voßmerbäumer.

Wenn dann eine Feinjustierung der Sehschärfe gewünscht wird, kann die Zusatzlinse eingesetzt werden. Die Kosten allerdings trägt der Patient in der Regel selbst.

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