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OB sagt Lehrern Hilfe zu

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Von: Ute Fiedler

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VHS-Kräfte beklagen in einem Gespräch mit OB Gerich die Arbeitsbedingungen. Der Rathauschef sagt den Lehrern Hilfe zu. Er werde versuchen, das Thema auf die Agenda des Städtetages zu setzen.

Etwa 20 Integrationslehrkräfte der Wiesbadener Volkshochschule (VHS) haben am Dienstag für eine bessere Bezahlung, Anerkennung und gegen die Kürzung von Zuschüssen gestreikt. Dem Streik in der Innenstadt war ein Gespräch mit Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) vorausgegangen.

Gerich zeigte sich nach Angaben von Marianne Geiger, VHS-Integrationslehrkraft, kooperativ. Gerich habe sich Einzelheiten zu den Arbeitsbedingungen, beruflichen Anforderungen und Fallbeispiele aus der Praxis schildern lassen und versprochen, sich auf höherer Ebene für die Lehrerinnen und Lehrer in den Integrationskursen einzusetzen, schreibt Geiger in einer Pressemitteilung. Gerich habe erklärt, er werde versuchen, das Thema auf die Agenda des Städtetages zu setzen und eine Trägerkonferenz dazu anregen.

Wie berichtet, beklagen die Integrationslehrkräfte seit Längerem die „prekären Bedingungen“, unter denen sie arbeiten. Einer Vollzeit-Integrationslehrkraft blieben etwa 1000 bis 1200 Euro netto im Monat. Das liege knapp über der Armutsgrenze, heißt es. Schuld an dieser Situation sei das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das eine zu geringe Kopfpauschale zahle.

Da die staatlichen Schulen zurzeit händeringend Lehrer für Deutsch als Zweitsprache zu wesentlich besseren Bedingungen suchen, wandern die besten und erfahrensten Dozenten ab, kritisiert Geiger. Dringend benötigte Integrationskurse könnten nicht durchgeführt werden, die Wartelisten würden immer länger. „Der professionelle Sprachunterricht für Migranten durch speziell ausgebildete Lehrkräfte, der die Basis für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit in Deutschland ist, kann durch Freiwilligenarbeit von Laien nicht ersetzt werden“, sagt Geiger.

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