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Richtfest für 52 Wohnungen im Sauerland

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Die Vision: So soll es aussehen, wenn die neuen Häuser im Sauerland fertiggestellt sind.
Die Vision: So soll es aussehen, wenn die neuen Häuser im Sauerland fertiggestellt sind. © GWH

Im September sollen die künftigen Bewohner in die neuen Wohnungen im Sauerland einziehen können. Der Mietpreis liegt bei 8,50 Euro pro Quadratmeter kalt. Die Apartments haben eine Größe zwischen 53 und 96 Quadratmetern.

Von Elisabeth Böker

Im September sollen die künftigen Bewohner in die neuen Wohnungen im Sauerland einziehen können. Der Mietpreis liegt bei 8,50 Euro pro Quadratmeter kalt. Die Apartments haben eine Größe zwischen 53 und 96 Quadratmetern.

Der Richtkranz hängt vom gelben Baukran herab. Es fehlt ein Dachstuhl, denn es handelt sich um Betonflachbauten, die gestern im Sauerland eingeweiht wurden. Doch an dem alten Brauch des Richtfestes wird dennoch festgehalten. Der Betonbaumeister hält die Rede und das Glas zerscheppert ordnungsgemäß auf dem Boden. So können die zukünftigen Mieter davon ausgehen, dass sie ein gutes neues Heim beziehen werden.

Gebaut hat die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen. 52 Wohnungen werden im Sauerland neu entstehen. Im Gegenzug zu diesen Wohnungen bietet die GWH in anderen Stadtteilen Wohnungen für Personen mit geringem Einkommen an, damit die Stadt dem sozialen Wohnungsbau in Wiesbaden gerecht wird.

Wohnungen noch frei

Noch ist keine der Wohnungen in der Juister Straße 2-8 vermietet. Fest steht aber bereits der Mietpreis: 8,50 Euro pro Quadratmeter ist der Netto-Kaltpreis. 20 Zwei-Zimmerwohnungen mit einer Größe zwischen 53 und 67 Quadratmeter stehen zum Angebot. Daneben 24 Drei-Zimmerwohnungen mit einer Fläche von 75 bis 80 Quadratmetern und acht Vier-Zimmerwohnungen mit einer Größe von 89 bis 96 Quadratmetern.

Die Erdgeschosswohnungen sind barrierefrei, zudem gehört eine Terrasse zu den Wohnungen. Im ersten Stock verfügen die Mieteinheiten über eine Loggia und im zweiten Stock gehört eine Dachterrasse dazu. Der Blick geht über das Rheintal nach Mainz hinüber.

„Mit diesen Häusern setzen wir einen Schlussstein für ein langes bauliches Engagement im Sauerland“, sagt Michael Haack, Geschäftsführer der GWH. 800 Wohneinheiten hat die GWH im Sauerland in den Jahren 1993 bis 2000 gebaut, 703 bewirtschaften sie noch. In ganz Wiesbaden betreibt die GWH 5000 Wohnungen. Die GWH ist der größte Wohnungsbaubetreiber in Hessen.

Land zahlte 4,2 Millionen

Dass für den Neubau dieser Wohnungen andere Häuser der GWH im Schelmengarten und Delkenheim für den sozialen Wohnungsbau zu Verfügung gestellt werden, nennt Oberbürgermeister Müller „eine intelligente Lösung“. Gleich den Neubau für Personen mit geringem Mietpreis zur Verfügung zu stellen, kam nicht in Frage: „Ältere Wohnungen erlauben günstigere Mieten als Neubauten“, so GWH Geschäftsführer Haack. „Damit zeigt die Stadt, dass der geförderte Wohnungsbau nicht tot ist“, ergänzt Sozialdezernent Axel Imholz (SPD).

Finanziert wurde der Neubau im Sauerland über einen Landeszuschuss. 4,2 Millionen Euro stellte das Land Hessen zur Verfügung. 1,85 Millionen Euro hat die Stadt Wiesbaden dazugegeben. 12,5 Millionen Euro haben die Neubauten insgesamt gekostet.

Im September will die GWH den ersten Mieter die Schlüssel überreichen. Bis dahin ist noch viel zu tun: Noch blitzt einem nackter Beton entgegen, schwer ist zu erraten, wo einmal Küche, Badezimmer, Wohnzimmer oder der Wohnungseingang sein werden.

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