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Rettungsschwimmerin / Lifeguard Mattiauqa Rachel Ingelmann steht am Beckenrand im Hallenbad Kleinfeldchen und beaufsichtigt das Schwimmerbecken.

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Wiesbaden sucht Rettungsschwimmer für Freibäder

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Für die kommende Freibadsaison sucht die Stadt Wiesbaden händeringend nach Personal für Wasseraufsicht. Auch Quereinsteiger sind willkommen.

Ohne sie geht im Sommer im Freibad nichts: die Wasseraufsicht. Zur kommenden Saison sucht die Stadt Wiesbaden daher 15, besser noch 20 Rettungsschwimmer, die aufpassen. Voraussetzung ist, dass sie mindestens 18 Jahre alt sind, das Rettungsschwimmabzeichen in Silber haben oder erwerben und einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Die Kurskosten bekommen sie bezahlt.

„Die Arbeit als Wasseraufsicht bedeutet nicht, nur am Beckenrand zu stehen, gut auszusehen und mit der Trillerpfeife übermütige Jugendliche aus dem Becken zu holen“, sagt Thomas Baum. Er ist Betriebsleiter des städtischen Eigenbetriebs Mattiaqua, zu dem auch die acht Bäder gehören. Die Tätigkeit sei vielseitig. Zu den Aufgaben zählt nach seinen Worten, morgens mit dem Beckenbodensauger die Becken zu reinigen, die Sicherheit der Rutschen zu überprüfen, vor und nach dem Badebetrieb die Wiesen abzulaufen und zu säubern.

Die Rettungsschwimmer seien zudem Ansprechpartner für die Badegäste. „Man muss auch mal erhitzte Gemüter beruhigen und Konflikte lösen“, berichtet Angelina Schneider. Die 27-Jährige ist stellvertretende Badleiterin des Kleinfeldchen. Dort werden ihr zufolge an warmen Sommertagen acht Rettungsschwimmer für den Badebetrieb benötigt.

Mattiaqua sucht aber nicht nur für die Freibadesaison Rettungsschwimmer als Wasseraufsicht, sondern auch fürs ganze Jahr in den fünf Hallenbädern. Die Beschäftigung ist sowohl unbefristet als auch befristet in Vollzeit, Teilzeit oder nebenberuflich möglich.

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Interessentenkönnen sich unter Telefon 0611 / 31 80 78 oder 31 80 79 oder per E-Mail anmelden: mattiaqua@wiesbaden.de

Der DLRG-Kursfür das Abzeichen für Rettungsschwimmer in Silber beginnt am Freitag, 21. Februar, um 19.30 Uhr im Kleinfeldchen, er dauert zwölf Wochen. miu

„Wir suchen immer Personal, die Tätigkeit eignet sich auch für Quereinsteiger“, sagt Thomas Baum. Und wer wolle, könne die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe machen. Azubis braucht Mattiaqua ebenfalls.

Die Arbeitsverträge schließt die Stadt ab, die Rettungsschwimmer erhalten die üblichen Sozialleistungen, ein Premium-Jobticket für das gesamte RMV-Gebiet und umfassende Leistungen zur Gesundheitsförderung wie etwa Hautkrebs- und Venenscreening oder Grippeschutzimpfung. Mattiaqua stellt zudem die Arbeitskleidung, Sonnen- und Hautschutzmittel sowie Getränke zur Verfügung und zahlt einen Zuschuss zur Sonnenbrille.

Ein gutes Angebot, findet Benni. „Man arbeitet für die Stadt, das ist ein sicherer Job. Und man hat außerdem Entwicklungsmöglichkeiten.“ Der 32-jährige Profisportler aus Wiesbaden ist einer von nur zwei Interessenten, die am Samstag ins Opelbad zur Infoveranstaltung von Mattiaqua gekommen sind. „Ich gebe Fitnesskurse, ich kann gut mit Menschen umgehen und auch Regeln aufstellen“, sagt der gelernte Systemelektroniker, der drei Sprachen spricht. Er würde gern in Vollzeit und ganzjährig als Wasseraufsicht arbeiten.

Der bald 18-jährige Jann hingegen sucht einen Nebenjob für den Sommer, um ein Auto zu finanzieren. „Ich war im Sommer öfter im Opelbad. Das ist ein toller Arbeitsplatz, und ich kann es mir gut vorstellen“, sagt der junge Mann aus Schlangenbad.

Thomas Baum hofft, dass sich noch weitere Interessenten melden. Wenn es nicht genügend Rettungsschwimmer gebe, müsse Mattiaqua Fremdpersonal über einen Dienstleister engagieren. „Das kann dann im Sommer eng werden.“ In den vergangenen Jahren habe es Mattiaqua immer geschafft, berichtet der Betriebsleiter. „Aber kleinere Kommunen mussten die Öffnungszeiten schon einschränken, weil sie nicht genügend Rettungsschwimmer für die Wasseraufsicht fanden“, sagt er.

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