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Reine Schikane

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Bastian Beege ist Mitarbeiter der FR in Hofheim und Wiesbaden.
Bastian Beege ist Mitarbeiter der FR in Hofheim und Wiesbaden. © FR/Surrey

Wenn ein öffentliches Unternehmen wie die Eswe bei jedem Monatskartenkäufer Kulanz walten lässt, nur bei Hartz-IV-Empfängern nicht, dann ist das ein Skandal. Von Bastian Beege

Von Bastian Beege

Diskriminierung von Hartz-IV-Empfängern - ein sensibles Thema. Da wird viel behauptet und vorgeworfen, doch an Beweisen mangelt es dann oft. Doch im Fall der Wiesbadener Buskundin scheint in der Tat einiges im Argen zu liegen.

Fest steht: Das Gleichbehandlungsgebot ist im Grundgesetz verankert. Und ebenso fest steht: Kulanz ist eine freiwillige Leistung - und nicht einklagbar. Wenn allerdings ein öffentliches Unternehmen wie die Eswe-Verkehrsgesellschaft bei jedem Monatskartenkäufer Kulanz walten lässt, nur bei Hartz-IV-Empfängern nicht, dann ist das ein Skandal.

Einen nur halbwegs vernünftigen Grund konnte das Bus-Unternehmen für seine Vorgehensweise nicht nennen. Zudem tragen die falschen Informationen von Sprecher Holger Elze ebenfalls nicht gerade zur Glaubwürdigkeit des Verkehrsunternehmens in diesem Fall bei. Alles in allem verstärkt sich der Verdacht, die Behandlung der Kundin könnte reine Schikane gewesen sein.

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