1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Ein Reihenhäuschen muss es schon sein

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Spatz, Schwalbe und Co. sind von Obdachlosigkeit bedroht

Der Spatz in der Hand ist zwar besser als die Taube auf dem Dach, aber mal ehrlich: Wollen Sie den Vogel den ganzen Tag mit sich umhertragen? Sicher nicht. Und in einem kleinen Häuschen fühlt sich der Vogel sicher auch viel wohler, als auf der instabilen Freiluftfläche.

Aber Vorsicht: Mit einem herkömmlichen Nistkasten kann Spatz nichts anfangen. Da ist er eitel wie ein Pfau. Ein sogenanntes Reihenhäuschen muss es schon sein. Da passen dann sogar drei Vogelpaare hinein. Wer brütet schon gerne alleine?

Spatzen brauchen laut Stadt Unterstützung, denn ihr Bestand hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Und nicht nur sie, auch Freibrüter wie Buchfink, Dompfaff und Amsel, die ihre Nester in Hecken und Bäumen bauen, brauchen Unterstützung, damit sie nicht obdachlos auf der Straße (oder im Feld) landen.

Es fehlen laut Stadt alte morsche Bäume mit Ast- und Stammhöhlen, wo es sich einst so hervorragend brüten ließ. Doch nicht nur der Spatz, auch die Schwalbe ist von Obdachlosigkeit bedroht. Wenn sie ausgeruht und gut erholt aus ihrem afrikanischen Winterdomizil in die Landeshauptstadt zurückkehrt, geht der Stress erst richtig los.

Natürliche Nistplätze fehlen

Die Suche der gefiederten Ankömmlinge nach einem guten Nistplatz beginnt und gestaltet sich überaus schwierig. Denn laut Stadt werden moderne Häuser im Zuge des wachsenden Energiebewusstseins immer besser wärmegedämmt. Und somit werden auch mögliche Nistplätze gleich mit abgeschafft.

Nistkästen und Reihenhäuser gibt es unter anderem im städtischen Umweltladen, Luisenstraße 19. Dort gibt es auch eine kostenlose Bauanleitung für weitere Nisthilfen, damit Spatz, Meise und Co. sich weiterhin auch in Wiesbaden häuslich einrichten können. (uf.)

Auch interessant

Kommentare