Richtig entsorgen

Regeln fürs Gartenfeuer

Gärtner wählen gerade im Herbst für ihre Gartenabfälle den schnellen Entsorgungstrick: das Gartenfeuer. Doch das belastet die Luftqualität - und tötet Klentiere. Daher zeigt das Umweltdezernat Alternativen auf.

Nach dem Gärtnern im Herbst fällt oftmals so allerhand an: tote Äste, Rasenschnitt oder Blätter. Viele Gärtner machen da kurzen Prozess: Feuerchen an, und das Zeug hat sich schnell in Rauch aufgelöst, dass der oft stinkt und Nachbarn stört, gibt der Umweltdezernent zu bedenken und mahnt einen sorgsamen Umgang mit Grünschnitt und Co. an: „Das Verbrennen belastet die Luftqualität, der Rauch stört, und Kleintiere verenden häufig in den Flammen“, so Umweltdezernent Arno Goßmann (SPD).

Statt rauchendem Lagerfeuer rät die Stadt daher zu alternativen Entsorgungsmethoden: So soll man pflanzliche Abfälle wie Äste, Baumschnitt und Herbstlaub in die Biotonne stecken. Ist diese voll, können die Abfälle in städtischen Papiersäcken gesammelt werden, die am Leerungstag der Biotonne mitabgeholt werden.

Gebündelte Äste kann der sorgsame Kleingärtner kostenfrei beim Sperrmüll anmelden. Dabei gelten jedoch strenge Maße: Nicht länger als eineinhalb Meter und nicht dicker als zwölf Zentimeter dürfen die Baumteile sein.

Auch die Wertstoffhöfe in Bierstadt, Dotzheim und Nordenstadt nehmen Grünabfälle kostenlos an. Mehr als 700 Liter (rund eine Kofferraumladung) darf es aber nicht sein.

Wer sich dennoch fürs Herbstfeuer im Garten entscheidet, der muss das beim Umweltamt beantragen. Mögliche Lagerfeuerzeiten sind montags bis freitags von 8 bis 16 und samstags von 8 bis 12 Uhr. Zudem muss das Feuerchen mindestens 100 Meter von Wohngebäuden, Autobahnen und Naturschutzgebieten entfernt sein. Auch von anderen Gebäuden und Straßen ist ausreichend Abstand zu halten.

Das Umweltamt verpflichtet die Gärtner, ihre brennenden Grünabfälle ständig zu bewachen und die Rauchentwicklung im Blick zu behalten. (jki.)

Feuer anmelden kann man unter Telefon 0611/312012. Empfehlungen zum umweltfreundlichen Gärtnern gibt es unter www.wiesbaden.de/umwelt.

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