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Der neue Multi-Media-Raum ist das Herzstück des runderneuerten Statistischen Bundesamtes.
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Der neue Multi-Media-Raum ist das Herzstück des runderneuerten Statistischen Bundesamtes.

Statistisches Bundesamt

Rechnen mit Panoramablick

Für 60 Millionen Euro saniert das Statistische Bundesamt sein Gebäude am Gustav-Stresemann-Ring. Gespart wird auch - bei den Kaffeemaschinen. Von Michael Grabenströer

Von Michael Grabenströer

Dass gleich die ganze Landeshauptstadt, zumindest die Kernstadt, dem Magistrat zu Füßen liegt, dieses Gefühl kann die Stadtspitze Wiesbadens im politischen Alltagsgeschäft nicht allzu oft genießen. Unverstellt allerdings der Ausblick im Gerhard-Fürst-Saal im 13. Stock des Statistischen Bundesamtes auf die verschneite Stadtlandschaft mit ihren Türmen und Straßenzügen. Dort kam Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) mit seinen Dezernenten und Mitarbeitern zu einer "Magistratssitzung vor Ort" zusammen.

Das Statistische Bundesamt - die Zahlen- und Datenbank der Republik - befindet sich gerade in einer Sanierungsphase, die noch bis zum Jahre 2012 andauern wird. Dann sollen, wie Projektleiterin Susanne Schepp der Stadt spitze erläuterte, rund 60 Millionen Euro verbaut sein.

Auch dem Statistischen Bundesamt ergeht es wie anderen öffentlichen Bauvorhaben. Von ursprünglich einmal vorgesehenen 48 Millionen Euro sind die Kosten auf 60 Millionen gestiegen. Das Gebäude am Gustav-Stresemann- Ring, zwischen 1952 und 1956 erbaut, ist eben ein Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz.

Ein Baukubus im klaren kantigen, unverschnörkelten Stil der 50 Jahre musste saniert und wärmegedämmt werden. Ein Prozess, der von der Farbgestaltung der Außenfassade in türkis und hellblau - den ehemaligen kleinteiligen Glasmosaiken nachempfunden - bis zur Öffnung der Büros zu modernen Kommunikationsachsen reichte.

Denn ein Abriss, so erläuterte die Projektleiterin dem Magistrat, wäre nicht infrage gekommen, weil man an dieser Stelle eben nicht mehr 13 Etagen in die Höhe hätte gehen können.

Bei der Sanierung waren auch kleine interne Widerstände zu überwinden. Folge: Die Kaffeemaschinen in den Büros wurden durch Teeküchen in offenen Begegnungszonen ersetzt. Das hatte zwar Brandschutzgründe. Aber, die Statistiker wären keine Statistiker hätten sie nicht auch den Vorteil errechnet. Der Verzicht auf individuelle Kaffeemaschinen spart rund 40.000 Euro Stromkosten - jährlich.

Das Statistische Bundesamt, das machte Abteilungsleiterin Sibylle von Oppeln-Bronikowski, dem versammelten Magistrat klar, ist mit seinen 1900 Beschäftigten in Wiesbaden nicht nur ein sehr großer Arbeitgeber, der immerhin 85 Ausbildungsplätze bereitstellt, sondern auch ein Botschafter der Kurstadt weltweit.

Davon zeugt nicht nur die Stirnwand im Besprechungsraum - eine Welt in Umrissen, vor der sich die Magistratsmitglieder sichtbar bedeutend fühlten, sondern auch der tägliche Output.

Rund 500 Presseerklärungen werden vom Statistischen Bundesamt in alle Welt versandt, zwei an jedem Werktag. Ein nicht zu verachtender Werbeeffekt für Wiesbaden.

Außerdem sind die Zahlenkolonnen, die die 1900 Mitarbeiter in Wiesbaden aufbereiten, objektive und neutrale Daten, auf die Entscheidungsträger in der ganzen Republik zurückgreifen. Bundesweit hat das Amt rund 2800 Beschäftigte.

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