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Raum für Soziales

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Von: Christina Franzisket

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Das Stadtteilbüro im Schelmengraben feiert Eröffnung. Künftig finden Anwohner hier Informationen etwa bei Anträgen für Ämter.

Eine weit geöffnete Tür, Kaffeeduft, herrliches Wetter und frisch gepflanzte Primeln in Blumenkästen haben viele Besucher zur Eröffnungsfeier des neuen Stadtteilbüros Schelmengraben gelockt. „Ich wünsche mir, dass jeden Tag so viele Menschen hierher kommen“, sagte Projektleiterin Alexandra Ahr von den Bauhauswerkstätten.

Im Einkaufscenter haben soziale Projekte für den Schelmengraben und seine Bewohner nun ihre Basis. Die Räume in denen sich einst ein Schlecker-Markt befand, sind nicht mehr wieder zu erkennen – frisch renoviert, offen gestaltet mit einer Theke und Sitzgelegenheiten. In einem angrenzenden Raum, der für Seminare genutzt werden soll, fotografierte eine Fotografin die Besucher: „Es werden Portraits der Bewohner dieses Stadtteilbüros gemacht“, sagte Ahr, „sie sollen die derzeit noch weißen Wände schmücken“.

Künftig finden hier Bewohner des Schelmengraben zu allen möglichen Themen Beratung und Hilfe bei Problemen, wie bei Anträgen für Ämter oder der Post vom Vermieter. Aber es wird auch Hilfe bei der Stellensuche geben. „Unser Auftrag ist, was die Bewohner bewegt“, sagte Ahr.

Sie hofft, dass die Menschen ins Stadtteilbüro kommen, wenn sie Probleme haben, aber auch einfach mal so, auf ein Schwätzchen: „Es soll ein offener Treffpunkt werden.“ Bezirkssozialarbeit, Sprechstunde städtischer Stellen, ein Kindertreff, Stammtische, Seminare und Arbeitsgruppen soll es außerdem hier geben, zählt Ahr auf. „Wir werden täglich geöffnet haben.“

Jetzt sind Bewohner gefragt

Das Stadtteilbüro ist Teil des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“, durch das der Schelmengraben von 2012 bis 2022 unterstützt wird. Zu dem Programm, durch das bereits andere Wiesbadener Stadtteile, wie das Westend, unterstützt wurden, gehören Projekte zur städtebaulicher Erneuerung. Das städtische Amt für soziale Arbeit, dem die Projektleitung unterliegt, hat das Programm um eigene Ideen zur Stärkung der Bildungs- und der sozialen Teilhabe der Menschen ergänzt. Sozialdezernent Arno Goßmann (SPD) nennt es deshalb „Soziale Stadt plus.“ Den Auftrag für die Umsetzung des Stadtteilbüros erteilte das Amt den Bauhauswerkstätten, die damit auch das Stadtteilmanagement übernimmt.

Goßmann sagte bei der Eröffnung: „Es ist nun entscheidend, wie der schöne Raum von den Menschen angenommen wird“. Eine Anwohnerin betonte sogleich, sie werde das Büro gerne nutzen: „Ich kann Hilfe beim Schreiben von Briefen auf deutsch brauchen“, sagte sie.

Informationen im Internet unter www.bauhauswerkstaetten.de oder unter Telefon: 1611/72393485.

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