Mit dem Ranzen zur Demo

Eltern wollen mit ihren Kindern am Flughafen gegen Lärm protestieren

Von Claudia Renner

Stell’ dir vor, es ist Montagsdemo gegen Fluglärm, und im Frankfurter Terminal marschieren Mainzer Grundschüler mit Ranzen und Schultüten vorneweg: Jetzt machen auch Schüler beziehungsweise ihre Eltern mobil gegen den wachsenden Fluglärm aus Frankfurt.

Ihren Ausgangspunkt nimmt die Aktion in der Mainzer Oberstadt, wo mindestens zwei Schulen seit Inbetriebnahme der neuen Nordwest-Landebahn in der Einflugschneise liegen. Bei Ostwind erleben die Schüler Fluglärm zum einen in der Schule, und da die meisten in der Nähe wohnen, auch zu Hause. Keimzelle der Aktion ist der Elternbeirat der Grundschule „An den Römersteinen“ in enger Zusammenarbeit mit der Anti-Fluglärm-Initiative Mainz-Oberstadt.

Am 13. Februar sollen sich „erstmals auch Schulen an der Demonstration beteiligen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Oberstadt-Initiative. Es sei aber nicht so, dass die Kinder zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden sollen, betont ihr Pressesprecher Anselm Einsiedel.

„Viele Kinder äußern eigenständig ihre Beschwerde gegen den Lärm. Sie wachen wegen Fluglärms in der Nacht auf und wollen dabei sein, wenn ihre Eltern ihrem Unmut über den Lärm verbal Ausdruck verleihen.“ Die Schulleitung habe ihre volle Unterstützung signalisiert.

Nach außen äußern sich die Schulleitungen vorsichtig. „Wir haben es nicht als Aktion der Schule deklariert“, sagt der stellvertretende Schulleiter Volker Kriese. „Das ist eine Sache der Eltern.“

Geht es nach den Initiatoren, sollen die Römersteine-Schüler nicht die einzigen bleiben. Auch an die Eltern am Gutenberg-Gymnasium (An der Philippsschanze) wurden bereits Informationen verteilt, wobei Direktorin Ulrike Stephan-Emrich betont: „Das lief bei uns über den Schulelternbeirat, also von Eltern zu Eltern.“

Eltern und Oberstadt-Initiative wollen die Schülerproteste auf möglichst viele Mainzer Schulen ausweiten. Entsprechende Infor

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