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Der Blick von der Wiesbadener Marktkirche: Schlossplatz und Landtag liegen in der Innenstadt.
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Der Blick von der Wiesbadener Marktkirche: Schlossplatz und Landtag liegen in der Innenstadt.

Wiesbaden

Pulsierendes Leben in der Wiesbadener Innenstadt

Studie stellt überdurchschnittlichen Zuzug fest. Auch der Wirtschaft geht es gut.

Auch für Wiesbaden gilt, dass der Zuzug in die Großstadt anhält. Seit 2010 ist die Bevölkerung der Landeshauptstadt um sechs Prozent auf über 290 000 Menschen angewachsen. Besonders deutlich ist dieser Trend aber in der Innen- und Kernstadt, wo die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner um zehn Prozent zugenommen hat. Dort pulsiert das moderne Leben, es haben sich mehr Firmen niedergelassen. Die Zahl der Unternehmen für wissenschaftliche und technische Dienstleistungen etwa hat sich verdoppelt, die im Gastgewerbe verdreifacht.

Der Einzelhandel steht 2019 besser da als vor zehn Jahren. Die durchschnittliche Kaufkraft der Bewohnerinnen und Bewohner ist angestiegen. Das ist das Ergebnis der Analyse „Wiesbadener Innenstadt im Wandel“, die das Amt für Statistik und Stadtforschung veröffentlicht hat.

Gemeint ist die City zwischen Wilhelmstraße und Schwalbacher Straße, die als historisches Fünfeck bezeichnet wird, sowie dem Bergkirchenviertel, den Vierteln Bleichstraße, Rheinstraße, Luxemburgplatz und Adolfsallee. Dort sind die Angebote fußläufig zu erreichen, die das urbane Leben attraktiv machen: Geschäfte, Restaurants, Schulen, Hochschulen, Kino und Theater.

Für Gregor Arnold, Projektleiter beim Amt für Statistik, steht daher fest, dass auch in Wiesbaden die in den 1980er Jahren in vielen Kommunen einsetzende Entleerung der Innenstadt beendet ist und der Trend sich umgekehrt hat.

Allerdings ist das Angebot an Wohnungen in diesen Vierteln nicht im gleichen Tempo mitgewachsen. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Wohnfläche pro Person sinkt und sich mehr Menschen eine Wohnung teilen. Hatte eine Person 2012 durchschnittlich noch 39 Quadratmeter zu Verfügung, sind es 2019 nur noch 37,8. Besonders niedrig ist der Wert im Bereich der Bleichstraße, die durch migrantisches Leben geprägt ist. Dort wohnt eine Person auf 30 Quadratmetern. Für ganz Wiesbaden liegt der Wert bei 41.

Mehr Singlewohnungen

Es sind insbesondere junge Menschen und Menschen mittleren Alters, die es in die Innenstadt zieht, die 18- bis 49-Jährigen. Auch die 64- bis 74-Jährigen lassen sich für den Lebensabend wieder vermehrt in der Innenstadt nieder. Beide Altersgruppen sind in den Innenstadtbezirken im Vergleich zur Gesamtstadt überrepräsentiert. Das kann, so die Studie, am konstanten Bevölkerungswachstum liegen, aber auch daran, dass es immer mehr Singlewohnungen in der Innenstadt gibt. Der Anteil der Ein-Personen-Haushalte ist auch überrepräsentiert.

Ob sich der Trend zurück in die Innenstadt auch nach der Pandemie fortsetzt, bleibt offen. Die Studie betrachtet nur den Zeitraum bis 2019. In einem zweiten Teil der Untersuchung werden Arnold und sein Team im Sommer die gegenwärtige Situation der Bewohnerinnen und Bewohner und Geschäftsleute in der Innenstadt erfassen. Dann wird man wissen, wie sich die Corona-Krise auswirkt.

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