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Das Kraftwerk produziert nicht mehr rund um die Uhr.
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Das Kraftwerk produziert nicht mehr rund um die Uhr.

Wiesbaden

Produktion für kommende Jahre gesichert

  • Ute Fiedler
    vonUte Fiedler
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Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) haben den Gasliefervertrag um ein Jahr verlängert, aber die Turbinenleistung gedrosselt.

Dass Gaskraftwerke in den vergangenen Jahren immer unrentabler geworden sind, lässt sich auch an den Kraftwerken Mainz-Wiesbaden (KMW) beobachten. Trotz Einschnitten in der Turbinenleistung kommt die Aktiengesellschaft nun mit einer positiven Meldung daher. Mittelfristig sei der Betrieb gesichert.

„Die KMW AG geht davon aus, dass man in den nächsten Jahren weiterhin rote Zahlen wird vermeiden können, auch wenn die Erlös-Situation in Zukunft bei weitem nicht mehr so rosig sein wird wie in den vergangenen 15 Jahren“, heißt es in einer Pressemitteilung der KMW.

Die AG, die zu gleichen Teilen den Mainzer Stadtwerken und der Wiesbadener Eswe-Versorgung gehört, habe den Vertrag, auf dessen Basis das Kraftwerk zu günstigen Preisen mit Gas beliefert wird, um ein Jahr verlängern können. Die für 2015 und 2016 vorgesehenen Restgasmengen könnten so auf die Jahre 2015, 2016 und 2017 verteilt werden.

Pro Jahr könnten etwa 2500 Stunden lang Strom produziert werden. Das entspricht nach Angaben der KMW einer Leistung von knapp einer Milliarde Kilowattstunden pro Jahr. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch von Mainz und AKK betrage etwa 1,5 Milliarden Kilowattstunden jährlich.

60 Millionen Euro investiert

Man geht derzeit davon aus, dass die Turbinen von 2018 an etwa 1200 Stunden laufen, was einer Leistungsreduzierung um mehr als 80 Prozent entspricht. 2011 hatte das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) etwa 7600 Stunden Energie produziert, 2012 sogar 8000 Stunden. Die KMW-Vorstände führen diese Entwicklung unter anderem auf die gesunkenen Strompreise, die Förderung der erneuerbaren Energien und den Verfall für CO2-Zertifikate zurück. Viele Gaskraftwerke seien nur noch wenige hundert Stunden im Jahr am Netz oder die Betreiber hätten die Anlagen komplett vom Markt genommen, heißt es. Vor diesem Hintergrund bewerten die Vorstände die Entwicklung für die KMW als „erfreulich“.

Erst im vergangenen Jahr hatte die KMW rund 60 Millionen Euro in die Anlage investiert und sie so für die kommenden 15 Jahre fit gemacht. „Wir sind überzeugt, dass unser hocheffizientes und umweltfreundliches Kraftwerk weiter benötigt wird, insbesondere dann, wenn die Atomkraftwerke komplett abgeschaltet werden“, teilt ein KMW-Sprecher mit. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, sei man zudem mit der Anpassung der Genehmigung zum Bau eines weiteren Gaskraftwerks auf der Ingelheimer Aue an den heutigen Stand der Technik auf der Zielgeraden.

Voran treiben die KMW auch die Planungen zum Bau eines Gasmotorenkraftwerks. Diese Anlage könnte dabei helfen, die Ingelheimer Aue als zentrale Wärmeplattform für Mainz und eventuell Wiesbaden zu positionieren. Die Ausweitung des Geschäftsfeldes Wärme könnte ebenfalls die Zukunft der KMW sichern.

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