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Positives Ergebnis trotz Neubauten

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Von: Arne Löffel

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Einen positiven Jahresabschluss bei mehr Neubau-Aktivitäten und mehr Sanierungen hat die Wiesbadener Wohnbaugesellschaft GWW vorgelegt.

Die Wiesbadener Wohnbaugesellschaft GWW und ihre Schwestergesellschaft GeWeGe schauen wohlgestimmt auf das zurückliegende Geschäftsjahr. „Wir haben einen positiven Jahresabschluss bei mehr Neubau-Aktivitäten und mehr Sanierungen“, frohlockt Xaver Braun, einer von zwei Geschäftsführern der GWW, die in Wiesbaden etwa 14 000 Wohnungen besitzt. Damit sind die GeWeGe und die GWW, die wiederum über die Wiesbaden Holding der Stadt gehören, der größte Anbieter von Wohnraum in der Landeshauptstadt.

15,9 Millionen Euro investierten die Unternehmen nach eigenen Angaben in die allgemeine und energetische Sanierung der Wohnungen. Die jährliche Sanierungsquote von 2,5 Prozent des Gesamtbestands liegt weit über dem Bundesdurchschnitt von nur einem Prozent.

Auch bei den Neubauten bleiben GeWeGe und GWW weiterhin die treibende Kraft in Wiesbaden. So wurden 2013 fast 31 Millionen Euro in den Wohnungsneubau investiert. „Im laufenden Geschäftsjahr wird dieses Budget auf 50 Millionen Euro erhöht, von denen jeweils die Hälfte in den Bau von Miet- und Eigentumswohnungen fließt“, sagt Braun. Das erklärte Ziel ist der Bau von 1200 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2021. Mindestens 30 Prozent dieser Wohnungen sollen Sozialwohnungen sein.

6,44 Euro pro Quadratmeter

Nach Angaben von GWW-Mitgeschäftsführer Stefan Storz ist der Bau und der Verkauf von Eigentumswohnungen notwendig, um die sozialen Aktivitäten der Gesellschaften finanzieren zu können. „Aus der Bewirtschaftungen der Bestandswohnungen allein können wir diese Mittel nicht generieren“, erläutert Braun. Bezogen auf den gesamten Bestand liege der Mietpreis im Schnitt bei 6,44 Euro pro Quadratmeter.

Auf dem freien Wohnungsmarkt in Wiesbaden müssen die Mieter von Bestandswohnungen im Schnitt 26 Prozent mehr, also 8,75 Euro, bezahlen. „Das bedeutet nicht, dass alle unsere Wohnungen so günstig sind. Wir haben auch eher hochpreisige Wohnungen im Portfolio, deren Miete an die zehn Euro heranreicht“, sagt Stotz. Dafür gebe es viele, viele Wohnungen, deren Miete im Schnitt zwischen vier und fünf Euro pro Quadratmeter betrage.

Mit der Errichtung der 1200 Wohnungen auf den eigenen Grundstücken der GWW will die Stadt zur Entspannung des Wohnungsmarkts beitragen. Das gesamte Neubauprogramm habe den Wert von 200 Millionen Euro. Aktuell realisiert die GWW Neubauprojekte mit 317 Wohnungen, der Bau-Schwerpunkt liegt im Weidenborn und dem Stadtquartier entlang der Dantestraße.

In Kürze weitere Bauten

In Kürze sollen nach Angaben von Storz und Braun noch weitere Bauten in Wiesbaden und Biebrich hinzukommen: „Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für weitere 280 Wohnungen. Dabei setzen wir verstärkt auf das preisgünstige Segment“, sagt Braun. 150 Wohnungen befänden sich gegenwärtig im Förderverfahren.

GWW-Aufsichtsratsvorsitzender, Sozialdezernent und Bürgermeister, Arno Goßmann (SPD), gibt sich zufrieden mit dem Gebaren der städtischen Wohnbaugesellschaften. „Die Leistung der 170 Mitarbeiter kann gar nicht genug gelobt werden. Ich weiß, dass das ausgegebene Ziel von 1200 Wohnungen bis 2021 eine stolze Zahl ist“, so Goßmann.

Die erfolgreiche Arbeit der Wohnbaugesellschaften trage dazu bei, den kommunalen Haushalt spürbar zu entlasten. „Heute kostet das Wohngeld, das die Stadt an die Bezieher von Sozialleistungen ausschüttet, den Steuerzahler 110 Millionen Euro pro Jahr“, berichtet Goßmann. Je mehr Wohnungen zu einem günstigen Preis in der Landeshauptstadt zur Verfügung stehen, desto weniger muss die Stadt für Mietzuschüsse aufwenden.

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