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Heißt du Patrick? Dann geht's ab zum Massengentest.
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Heißt du Patrick? Dann geht's ab zum Massengentest.

Falscher "Patrick"

Polizei schnappt Vergewaltiger

Die Wiesbadener Polizei hat einen Mann verhaftet, der vor zwei Jahren eine Schülerin vergewaltigt haben soll. Daraufhin waren 300 Männer zum DNA-Test vorgeladen worden. Von Gaby Buschlinger

Von Gaby Buschlinger

Fast zwei Jahre nach der Vergewaltigung einer Schülerin hat die Polizei jetzt den mutmaßlichen Täter ermittelt. Dabei hat aber nicht der Massengentest, sondern Kommissar Zufall geholfen. Die ganze Zeit wurde nach einem 25 bis 30 Jahre alten "Patrick" aus Wiesbaden gesucht. Der mutmaßliche Täter hat aber einen anderen Vornamen, den die Polizei indes nicht nennt, wohnt im Rhein-Lahn-Kreis/Rheinland-Pfalz. Beim vermuteten Alter lagen die Ermittler nicht so daneben: Der Mann ist heute 32 Jahre alt.

Seinem damals 17 Jahre alten Opfer hatte er sich als "Patrick" vorgestellt, bevor er die Schülerin am Ostersonntag 2008 mitten in der Nacht im Bereich Grillparzer- und Wielandstraße mit einem Messer bedrohte und in einem Keller sexuell missbrauchte.Als die Suche mit einem Phantombild erfolglos blieb, hatte das Amtsgericht in Wiesbaden einen Massengentest für alle in der Landeshauptstadt gemeldeten 25 bis 30 Jahre alten Patricks und Patriks angeordnet. Niemand konnte ausschließen, dass der Täter tatsächlich so hieß.

Knapp 300 Männer wurden vorgeladen, 266 machten mit. Doch das führte nicht zum Täter. Jetzt hat der Zufall geholfen, den Fall zu lösen: Im vergangenen August hat die Polizei nach einem Raubüberfall in einer Wohnung in Bad Soden einen der Täter festnehmen können. Der polizeibekannte 32-Jährige sitzt seitdem in U-Haft und hat freiwillig eine Speichelprobe abgegeben, teilte Polizeisprecher Markus Hoffmann mit.

Bei einem routinemäßigen Abgleich mit Genspuren anderer unaufgeklärter Straftaten wurde der Mann eindeutig als Vergewaltiger der 17-Jährigen identifiziert.

Noch hat sich der 32-Jährige nicht abschließend zu den Vorwürfen geäußert, sagte Polizeisprecher Hoffmann. Auch die Vernehmung durch den Staatsanwalt stehe noch aus. Unklar ist daher noch, warum er sich in der Nacht in Wiesbaden aufhielt. Zu dem Zeitpunkt habe er jedenfalls nicht mehr hier gewohnt.

Die Speichelproben der 266 Patri(c)ks werden nun vernichtet. Gespeichert werden in der bundesweiten Gen-Datei nur Spuren von Straftaten, wie Hoffmann betont. Abgeglichen wurden die freiwilligen Proben zudem nur mit der am Tatort sichergestellten DNA, so Hoffmann weiter.

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