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Baufehler an der Salzbachtalbrücke führen letztlich zu Staus in der Stadt. Bild: Michael Schick

Wiesbaden

Sperrungen gegen Staus

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Nachdem die Salzbachtalbrücke nur noch einspurig befahren werden kann, bilden sich in der Stadt lange Staus. Polizei und Straßenverkehrsamt fordern weiträumige Umleitungen und drohen mit Sperrungen.

Nachdem wegen eines Baufehlers die Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 nur einspurig in beide Richtungen befahrbar ist, kündigt Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) in einer Mitteilung Kontrollen und Sperrungen an.

Ein erstes Krisengespräch mit der Polizei habe bereits am Dienstag stattgefunden. Im Laufe des Tages hatte sich der Verkehr in der Stadt gestaut, weil die Autofahrer versuchten, die Engstelle zu umfahren. Am Mittwoch herrschte im Berufsverkehr teilweise Stillstand.

Straßenverkehrsamt und Polizei würden nun beobachten, wo welche Schleichwege genutzt würden und gegebenenfalls einschreiten, sagt Kowol. Denkbar sei, dass einzelne Straßen oder Autobahnzubringer und Autobahnabfahrten gesperrt werden.

Das Wiesbadener Straßenverkehrsamt fordert Hessen Mobil auf, schnellstmöglich ein weiträumiges Umleitungskonzept für den Autobahnverkehr zu entwickeln.

Der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Winnrich Tischel, sagte, erste Autobahnzubringer seien am Mittwochmorgen wegen der chaotischen Verhältnisse kurzfristig von der Polizei gesperrt worden. „Es führt zum Verkehrskollaps in Wiesbaden, wenn sich der Fernverkehr von den Autobahnen in der Not Umfahrungen des Staus durch das Stadtgebiet sucht.“ Er fordert Sperrungen auf den Autobahnen rund um Wiesbaden aus allen Richtungen, die den Autobahnverkehr weiträumig um die Stadt lenken. Das müsse besonders für den Lastwagenverkehr über 7,5 Tonnen gelten. In Wiesbaden droht ein Dieselfahrverbot, weil die Stickoxid-Grenzwerte überschritten werden. Das Gericht hat die Verhandlung auf Februar vertagt. Die Stadt hatte in den vergangenen Monaten einiges getan, um die Schadstoffbelastung zu senken und ein Fahrverbot zu verhindern. diu

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