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Hessische Polizei im Einsatz (Symbolfoto).

Polizeieinsatz

Ministerin gibt nach Bombendrohung Entwarnung

Mehrere Landgerichte in Deutschland werden nach Bombendrohungen geräumt, eines ist das Justizzentrum in Wiesbaden. Bomben werden nicht gefunden.

Nach einer Serie von Bombendrohungen sind am Freitagvormittag Justizgebäude in mehreren deutschen Städten vorübergehend geräumt worden. Betroffen waren Gebäude in Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken, Wiesbaden und Kiel. Für Wiesbaden hat die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann inzwischen Entwarnung gegeben. Die Lage sei geklärt und kein Sprengstoff gefunden worden, sagte die CDU-Politikerin am Freitagmittag in Wiesbaden.

Im Justizzentrum in Wiesbaden mussten nach Eingang einer Droh-Mail rund 600 Mitarbeiter das Gebäude verlassen. Die Polizei sperrte das Gebiet rund um das Gebäude für Gerichte und Staatsanwaltschaften ab. Acht Spürhunde waren anschließend im Einsatz. Gegen 15.10 Uhr sei die Durchsuchung des Zentrums beendet worden, berichtete die Wiesbadener Polizei am Nachmittag. Anschließend habe es wieder geöffnet werden können. Auch die Straßensperrungen seien aufgehoben worden.

In allen Fällen sei die Drohung per E-Mail eingegangen, bestätigte die Polizei. Laut Polizei Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter.

Rund 200 Menschen mussten in Potsdam aus dem Justizzentrum gebracht werden. Hier wurde mit einem Sprengstoffhund das Gebäude abgesucht und der Bereich um das Gebäude abgesperrt. In Erfurt wurden rund 30 Bedienstete aus dem Gerichtsgebäude gebracht. Ein Sprengstoffspürhund schlug bei der Suche nicht an. Laut Polizei in Erfurt vom Vormittag könne die Arbeit im Gerichtsgebäude bald wieder aufgenommen werden.

Auch im Landgericht Saarbrücken wurde kein gefährlicher Gegenstand gefunden."Jetzt läuft der Betrieb wieder ganz normal", sagte eine Sprecherin. Gebäude des Landgerichts Kiel und des Justizzentrums Wiesbaden wurden ebenfalls zeitweise geräumt.

In den vergangenen Wochen hatten bereits Bombendrohungen an anderen Landgerichten in Schleswig-Holstein die Einsatzkräfte beschäftigt. Bei keinem der Vorfälle wurden verdächtige Gegenstände gefunden. (dpa)

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