Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auch Kinder kamen bei „Poesie im Park – eine Art Festival“ im Biebricher Schlosspark auf ihre Kosten.
+
Auch Kinder kamen bei „Poesie im Park – eine Art Festival“ im Biebricher Schlosspark auf ihre Kosten.

Wiesbaden

Poesie-Festival in Wiesbaden

  • VonMirjam Ulrich
    schließen

„Poesie im Park“ lockt Kulturhungrige ins Freie, unter anderem mit „Luftfischen“ und einer „Himmelsleiter“.

Unter einer Gruppe Buchen im Biebricher Schlosspark schwebt ein Schwarm himmelblauer „Luftfische“ aus Organza. Nicht weit davon entfernt spannt sich hoch oben eine „Himmelsleiter“ quer über die Wiese. Nur wer träumt, kann sie erklimmen; die Stufen bestehen aus demselben zarten Stoff. Es handelt sich um zwei Werke des Künstlers Peter Josef Maria Schneider. Bereits am Montag verschwinden sie wieder.

Schneider gehört zu den 128 Künstlerinnen und Künstlern, die sich an „Poesie im Park – eine Art Festival“ beteiligen. Diesen Namenszusatz begründet Festivalleiter Mario Krichbaum so: „Es geht darum, der Poesie etwas entgegenzusetzen und auch den Punk in den Park zu bringen.“ Überraschungen sind drei Tage lang Programm. So gibt es etwa neben Land Art, Skulpturen und Installationen auch Materialstudien aus Zucker. Es umfasst Poetry Slams, Lesungen und eine Werkstatt für Film und Theater ebenso wie Walk Acts, Tanz- und Klangperformances.

„Ein Festival für alle“, so beschreibt Mario Krichbaum die Idee dahinter. Der unbeschränkte Zugang soll für alle möglich sein, darum kostet es auch keinen Eintritt. „Poesie im Park“ wird vom städtischen Kulturamt, Ortsbeiräten, dem Kulturfonds Rhein-Main, der Naspa sowie einigen privaten Spendern und Spenderinnen gefördert. Dieses Jahr gab es zudem 20 000 Euro aus dem „Kulturpaket II“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Organisiert wird die 2018 ins Leben gerufene Veranstaltung jeden Sommer vom Verein „Godot – die Kulturwerkstatt“. Mittlerweile bewerben sich mehr Künstlerinnen und Künstler um die Teilnahme am Festival als mitmachen können. Die meisten aus der Region.

Kulturwerkstatt

Der Verein „Godot – die Kulturwerkstatt“ wurde 2018 gegründet und zählt rund 15 Mitglieder.

Weitere Projekte sind Ausstellungen, Theaterinszenierungen, Lesungen und ein Singkreis.

Das Festival „Poesie im Park“ ist jedes Jahr Mitte August im Schlosspark Biebrich.

Weitere Infos sind unter poesie-im-park.de zu finden. miu

Für den in Aachen lebenden Künstler Peter Josef Maria Schneider macht die „richtige Mischung aus Struktur und Chaos“ den Reiz des Festivals aus. Dem Zufall werde viel Raum gelassen, sagt er. „Das Schöne sind die Kontakte zwischen Künstlern und Besuchern.“ Bei großen Festivals passiere das nicht mehr.

Für die Skulpturen und Installationen interessiert sich auch Sabine Steinberger aus Wiesbaden. Sie besucht zum ersten Mal „Poesie im Park“ und trifft sich mit Freundinnen, die es ihr empfohlen haben. Sie mag die Kombination der Angebote und die „gemütliche und kreative“ Atmosphäre. Eine weiße Tuba-Wolke, die Tuba spielt, geht vorbei. Meteorologen hätten ihre Freude an diesem Walk Act von Anita Fricker, die damit viele Besuchende zum Lächeln bringt.

Am Rand der großen Festivalwiese hinter der Orangerie picknicken Aron, Julia und Aline aus Mainz. Aron wundert sich, dass nicht mehr junge Leute da sind, schon wegen der Poetry Slams hatte er das erwartet. Aline findet das Festival sehr liebevoll gestaltet. „Man hat ein bisschen Hunger nach so etwas.“ Ihr gefallen besonders die Walk Acts: „Sie sind ein bisschen magisch.“

Hans-Jörg Gonschorek wohnt in Wiesbaden und geht von Anfang an jedes Jahr zu „Poesie im Park“, das er eine „schöne Initiative“ nennt. „Es ist immer eine Freude“, sagt er, „wie manche Leute noch staunen können und sich verzaubern lassen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare