Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Fips Geilfuß  im Pariser Hof.
+
Fips Geilfuß im Pariser Hof.

Ärger um Restaurant

Pariser Hof macht dicht

Noch vor vier Monaten war die Leiterin des Pariser Hoftheaters, Susanne Fischer, voll des Lobes für Wirt Fips Geilfuß. Doch jetzt trennen sie sich im Streit. Von Gaby Buschlinger

Von Gaby Buschlinger

Noch vor vier Monaten war die Leiterin des Pariser Hoftheaters, Susanne Fischer, voll des Lobes für Fips Geilfuß. Der 40 Jahre alte Wirt hatte im frisch sanierten Pariser Hoftheater das neue Restaurant "Pariser Hof" übernommen und sollte mit seiner Frau Nina, zwei Köchen und einer weiteren Servicekraft für eine "perfekte Mischung aus Kleinkunst und Kulinarik" sorgen. Fischer versprach sich von der Gaststätte eine Belebung ihrer Kleinkunstbühne - und eine Belebung ihrer Finanzen. Doch ab sofort stehen alle fünf auf der Straße: Fischer hat allen fristlos gekündigt.

"Es hat uns hart erwischt", sagte Fips Geilfuß am Freitag. Anderthalb Jahre, also während der Sanierung des historischen Hoftheaters, sei er als Wunsch-Wirt von Fischer ständig auf der Baustelle gewesen, um das neue Restaurant mitzuplanen. "Alles umsonst", meint er enttäuscht. Da er und sein Team sich aber in der Probezeit befunden befunden hätten, sei "wohl nichts zu machen". Gründe habe Fischer jedenfalls nicht genannt. Dabei sei das Restaurant "gut angelaufen", er habe Reservierungen für Feiern bis zum Sommer gehabt.

Geilfuß berichtet aber davon, dass die Leiterin des Pariser Hoftheaters über "zu hohe Lohnkosten und zu viel Stress durch das Restaurant" geklagt habe. Also habe sie ihm angeboten, dass er und sein Team künftig nicht mehr Angestellte des Hoftheaters sein sollten und die Umsätze abgeben, sondern dass er als Selbstständiger das Restaurant übernehme und die Umsätze behalte. Geilfuß war nicht abgeneigt, wollte mit einem Partner einsteigen. "Bei der Miete hätte ich sogar eine Schippe draufgelegt", so Geilfuß.

Aber Fischer habe eine Baggerladung mehr verlangt: Statt der 2380 Euro, die das Hoftheater für das Restaurant an die Stadt zahlt, wollte sie 5500 Euro. "Das war zu viel", sagt Geilfuß. Über Umsätze konnte er indes nichts sagen. "Ich habe kein Einblick in die Bücher."

Susanne Fischer wollte sich am Freitag nicht äußern und versprach für Montag eine Stellungnahme. Auch wenn das Restaurant dicht ist: Zahlen muss das Hoftheater die Miete trotzdem. Plus 4200 Euro für die Kleinkunsthaus. Von der Stadt erhält das Theater im Jahr 150000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare