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Ostern ohne Orgelspiel

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An der Kreuzkirche wird seit 22 Monaten gebaut

Dick eingepackt in Plastikplanen steht sie da, die Orgel der Kreuzkirche. Traurig und stumm scheint sie unter ihrem Feinstaub-Schutz, der sich fest an ihren Körper schmiegt. Bereits seit 22 Monaten ist kein Mucks von ihr zu hören. Und das wird auch noch ein Weilchen so bleiben.

Renovierungsarbeiten an der Kirche haben die Königin der Instrumente verstummen lassen. Im Mai 2011 war das sechs Meter hohe Instrument mit den 140 Pfeifen, zwei Manualen und 25 Registern sorgfältig eingepackt worden, um es vor Feinstaub zu schützen. Denn direkt neben der Kirche wurde das Gemeinde- und Pfarrhaus neu gebaut und dabei eine Menge Staub aufgewirbelt.

Als im Oktober 2012 das neue Haus fertig war, sollte die Orgel eigentlich wieder ausgepackt werden. Doch daraus wurde nichts. Denn auch das Kirchendach und die Fassade waren in die Jahre gekommen. Die Arbeiten sollten direkt im Anschluss beginnen und zügig über die Bühne gehen. Also blieb die Orgel verpackt. Doch wegen des strengen Winters hat sich bislang noch nichts getan. Weder am Kirchendach, noch an der Fassade, sagt Kantorin Petra Mohr.

Die Kantorin hofft nun, dass die Orgel zur Konfirmation am 26. Mai wieder erklingen wird. Und sie hofft, dass dann auch all die wieder kommen, die während der orgellosen Zeit die Gottesdienste der Nachbargemeinden besucht hätten. „Und das waren einige.“

Wenn sich die Arbeiten jedoch noch weiter verzögern sollten, dann überlege man, die Orgel zur Konfirmation auszupacken und später wieder einzupacken, sagt Mohr. Denn ohne Orgelspiel sollten die Jungen und Mädchen nicht konfirmiert werden. (uf.)

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