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Blick von der Dyckerhoffbrücke auf den Schiersteiner Hafen.
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Blick von der Dyckerhoffbrücke auf den Schiersteiner Hafen.

Wiesbaden

Ortsbeiratwahl Wiesbaden: Erfolg für die neuen Initiaiven

In Schierstein und Nordenstadt erreichen junge Listen Spitzenplätze.

Die etablierten Parteien erhalten auch in den Ortsbeiräten zunehmend Konkurrenz durch neue Listen. In Schierstein überrascht die Liste Zukunft für Schierstein besonders. Nachdem die Initiative 2020 erfolglos versucht hatte, die Bebauung des Osthafens zu verhindern, entschied sie sich, in die Kommunalpolitik zu gehen.

Bei ihrer ersten Ortsbeiratswahl am Sonntag lässt sie SPD und CDU hinter sich, erreicht aus dem Stand 30 Prozent der Stimmen und wird stärkste Kraft. „Da waren wir platt“, berichtet Christina Kahlen-Pappas, Sprecherin von Zukunft Schierstein. Gerechnet habe sie mit ein oder zwei Sitzen, jetzt sind es vier.

Den Erfolg führt sie darauf zurück, dass die Gruppe, die mit neun Personen zur Wahl antrat, wichtige Themen öffentlich machte. „Über die Bebauung des Osthafens wäre sonst bis zu seiner Verabschiedung nichts bekannt geworden“, sagt sie.

Die Initiative hatte zwar den von ihr kritisierten Bebauungsplan nicht verhindern können. Nun versucht sie, für einige der wenigen städtischen Grundstücke auf dem Areal ein Mitspracherecht zu erreichen. „Den Vorsitz im Beirat zu haben ist uns nicht wichtig, wichtig ist in der Sache mitzureden“, sagt Kahlen-Pappas.

In Nordenstadt macht die Initiative „Norschter in Bewegung“ auf sich aufmerksam, die 23,8 Prozent der Stimmen erzielt. Sie wird dritte Kraft nach SPD und CDU. „Für uns ist das ein Riesenerfolg“, sagt Sprecher Kristjan Tomic. In vier von acht Wahlbezirken erreicht sie sogar die Spitzenposition. Die Gruppe, die sich im Sommer 2019 gründete, kämpft insbesondere dafür, die schlechte Infrastruktur im Stadtteil zu verbessern. Vorschläge der städtischen Entwicklungsgesellschaft SEG, mehrere öffentlichen Einrichtungen auf dem Gelände der jetzigen Taunushalle zu bauen, lehnen die Norschter ab. Stattdessen schlagen sie vor, die Einrichtungen teils am Ortsrand und im Zentrum einen Bürgerpark zu errichten. Tomic hofft, die Pläne nun durchzusetzen.

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