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Wiesbaden

Neues Notfallkonzept

  • VonDiana Unkart
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Weil immer mehr Patienten auch mit ambulant zu behandelnden Verletzungen die Notaufnahmen aufsuchen, unterstützen Partnerpraxen ab Mai die Kliniken.

Um die Versorgung der Patienten sicherzustellen, hat die Bezirksärztekammer Wiesbaden ein neues Konzept der integrierten Versorgung entwickelt – zusammen mit den Krankenhäusern, die über eine Notaufnahme verfügen. In Wiesbaden sind das die Helios-HSK, das St.-Josefs-Hospital und die Asklepios Paulinen Klinik. Hinzu kommen die niedergelassenen Ärzten. Das neue Modell wird ab dem 1. Mai erprobt.

Dazu wurden niedergelassene Ärzte angeschrieben, sich auf freiwilliger Basis an der Notfallversorgung zu beteiligen. Die Idee stammt von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

„Die Resonanz war überwältigend“, sagt Michael Weidenfeld, Vorsitzender der Bezirksärztekammer. „Mehr als 50 Praxen haben sich entschlossen, im Rahmen ihrer Öffnungszeiten Notfallpatienten zu betreuen.“

Die Notaufnahmen der Wiesbadener Krankenhäuser würden zunehmend wegen Krankheiten aufgesucht, die auch ambulant von niedergelassenen Vertragsärzten behandelt werden könnten, heißt es in einer Mitteilung der Bezirksärztekammer. Diese Patienten müssten oft mit längeren Wartezeiten in den Notaufnahmen rechnen, da dort zuerst schwerer erkrankte Patienten betreut werden müssten.

„Ziel unseres Projektes ist es, eine verbesserte Verzahnung zwischen ambulanten Strukturen der niedergelassenen Ärzte und den Notaufnahmen der Krankenhäuser zu erreichen und die Patientenströme zu lenken“, erläutert Professor Ralf Kiesslich, Ärztlicher Direktor der HSK.

Patienten, die in die Notaufnahmen kommen, werden mit Hilfe eines in allen Kliniken einheitlichen Systems beurteilt. Besteht s ehr wahrscheinlich eine leichte Erkrankung, wird den Patienten eine Versorgung in einer Partnerpraxis angeboten. Die Partnerpraxis verpflichtet sich, den Patienten noch am selben Tag einen Termin anzubieten.

Außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten oder auf Wunsch werden Patienten weiterhin in vom ärztlichen Bereitschaftsdienst oder in der Notaufnahme versorgt.

„Dies ist ein klares Signal für die Wiesbadener Bevölkerung, dass die Notfallversorgung breiter aufgestellt wird und die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten noch weiter verbessert wird“, sagt Norman Westphal, Geschäftsführer der Asklepios Paulinen Klinik.

Das Projekt läuft ein Jahr. Währenddessen werden Effektivität, Akzeptanz und Wartezeiten analysiert, ausgewertet und vorgestellt. diu

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