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Das Modell zeigt den Neubau des St.-Josef-Hospitals in Wiesbaden.

Bauarbeiten

Neues Krankenhaus in Wiesbaden

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Das Zentralgebäude des St.-Josef-Hospitals entsteht bei laufendem Klinikbetrieb.

In Wiesbaden entstehen neue Krankenhäuser. Im Jahr 2020 sollen die Horst-Schmidt-Kliniken in neue Gebäude ziehen, die auf einem Areal neben dem alten Standort errichtet werden. Bis 2021 beziehungsweise 2024 wird in zwei Bauabschnitten der Neubau des St.-Josef-Hospitals (JoHo) entstehen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 130 Millionen Euro.

Auf dem Areal zwischen Hauptbettenhaus und Medicum werden zurzeit die Gründungsarbeiten und der Erdaushub für den Rohbau vorgenommen. Anfang Mai soll die Bodenplatte fertig sein, heißt es in einer Mitteilung der St.-Josefs-Hospital Wiesbaden GmbH.

Eine logistische Herausforderung des Bauprojekts „Generalsanierung und Entwicklung Gesundheitscampus JoHo und Medicum“ sei der Bau eines neuen Zentralgebäudes bei laufendem Krankenhausbetrieb. Besonders viel Zeit sei deshalb in die Planung investiert worden. Es gebe zudem regelmäßige Anwohnerversammlungen, eine Hotline und einen Bau-Blog. Auch die Mitarbeiter seien in die Gestaltung des Baus einbezogen. Im vergangenen Jahr sind Patientenpflege- und Funktionsbereiche im Nordareal in Modul-Bauweise geschaffen worden. Im Mai 2018 nahm der Interims-Bau des ambulanten OP-Zentrums seine Arbeit auf. Ab Juni sind die ersten Gebäude zurückgebaut worden.

Nach Angaben der Klinikverwaltung war die Nachfrage für das St.-Josef-Hospital Wiesbaden 2018 unverändert hoch: 25 501 stationäre Patienten sind in der Klinik stationär behandelt worden, mehr als 35 000 wurden in der Notaufnahme versorgt. Im Klinik- und Ärzteranking des Focus liegt das JoHo deutschlandweit auf Platz 52, in Hessen auf Platz vier hinter den Unikliniken. Bei der Patientenzufriedenheit habe das JoHo im deutschlandweiten Vergleich einen Spitzenwert von 89 Prozent erzielt. 1515 Mitarbeiter – das entspricht einem Plus von 55 – waren im Jahresdurchschnitt im JoHo tätig.

1614 Kinder wurden 2018 in der Klinik geboren. Die Geburtenzahl bleibe auf einem stabilen, hohen Niveau, heißt es in der Mitteilung weiter.

In diesem Jahr stünden neben dem Bauvorhaben der weitere Ausbau der Digitalisierung an. Große Investitionen sind für ein neues Krankenhaus-Informationssystem mit entsprechender Sicherheitsstruktur vorgesehen. Die Internet-Plattformen sollen auf den neuesten Stand gebracht und das Telemedizin-Projekt regional weiter ausgebaut werden. Weitere Themen seien die Gewinnung und Förderung von qualifizierten Fachkräften und die Erreichung der langfristigen Stabilität des Standorts Rüdesheim.  

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