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Neuer Platz vor Landesmuseum

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Das Land Hessen investiert zwei Milliarden Euro in den Umbau des Vorplatzes vom Landesmuseum. Kolonnaden sollen saniert werden.

Von Mirjam Ulrich

Das Land Hessen will den Platz vor dem Landesmuseum neu gestalten lassen und hat dafür einen Architektenwettbewerb gestartet. "Ziel des Wettbewerbs ist es, der historischen Gebäudefront ein Element gegenwärtiger Gestaltung hinzuzufügen, das von außen einen Hinweis auf das im Innern modern gestaltete Museum gibt", sagt der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU).

Der Vorplatz soll künftig nicht mehr nur dazu dienen, dass ihn Fußgänger überqueren, sondern zum Ort der Information für die unterschiedlichen Besuchergruppen werden. Auch ein Platz für ein Außencafé und kleinere Freiluftveranstaltungen könnten dem Minister zufolge Ergebnisse des Architektenwettbewerbs sein.

Jury tagt im Juni

Außerdem werden die baufälligen Kolonnaden saniert, die seit Ende der 1990er-Jahre mit einem Holzzaun versperrt sind. "Der Grund hat sich gesenkt und der Putz bröckelt gefährlich", erläutert Museumsdirektor Alexander Klar. Das Museum macht seither aus der Not eine Tugend und nutzt den Zaun, um darauf mit großen Plakaten für seine Ausstellungen zu werben.

Direktor Klar wünscht sich in Zukunft einen zentralen barrierefreien Eingang. "Die steile Treppe drückt die Haltung des frühen 20. Jahrhunderts aus: Zum Museum muss man emporsteigen." Der neue Vorplatz solle Besucher einladen und willkommen heißen – auch die, die sonst nicht zum üblichen Publikum seines Hauses gehören. Er hofft, dass der Umbau des Vorplatzes bereits im Frühjahr 2015 beginnt.

Das Wissenschaftsministerium macht auf Anfrage aber keine Angaben zum Starttermin der Bauarbeiten, genauso wenig wie zur Anzahl der teilnehmenden Architekten. Die Fachjury tagt im Juni. Für die Leistung der Architekten sowie den Umbau und die Sanierung stellt das Land insgesamt 2,15 Millionen Euro bereit.

Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) erhofft sich von der Neugestaltung, dass das Landesmuseum mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da die Außengestaltung der neu zu bauenden Rhein-Main-Hallen nicht im Detail abgeschlossen seien, könne deren Architekt zudem auf die Ergebnisse des Wettbewerbs für den Platz vor dem Landesmuseum reagieren. Auch müsse die Friedrich-Ebert-Allee nicht aussehen wie eine Schnellstraße. Minister Rhein erwartet dazu von den teilnehmenden Architekten ebenfalls Ideen.

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