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Neue Wege und Gehege

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Wolf in der Wiesbadener Fasanerie.
Wolf in der Wiesbadener Fasanerie. © FR/Rheker

Das "Entwicklungskonzept 2015" der Fasanerie sieht einige Neuerungen für Tiere und Menschen vor. Besonders die Wildkatzen dürfen sich freuen.

Von Bastian Beege

"Ronja! Kuno! Troxi!" - Wenn Tierpflegemeister Klaus Schüßler seine drei Braunbären ruft, kommen die normalerweise sofort. Heute jedoch nicht. "Ronja!!", brüllt die dreijährige Silja, so laut sie kann und hüpft dabei noch auf und ab. Und tatsächlich - plötzlich kommt der große Bär zwischen den Bäumen hindurch angetrottet. Klaus Schüßler wirft aus einem Eimer Futter ins Gehege. "Seit wann fressen Bären Gemüse?", fragt Siljas Bruder Jonas beinahe misstrauisch. Der Siebenjährige ist schon öfter in die Fasanerie gekommen - gurkenfressende Bären hat er jedoch noch nie gesehen.

Doch Jonas hat zugegebenermaßen bislang auch noch keinen Blick "Hinter die Kulissen" geworfen. Unter diesem Motto hatte die Tierparkleitung nämlich in Kooperation mit dem Nassauischen Verein für Naturkunde eingeladen. Bei einem anschaulichen Rundgang durch den Park stellte Tierparkleiterin Ute Kilian das im vergangenen Jahr beschlossene "Entwicklungskonzept 2015" vor - ein Mix aus Sanierungsmaßnahmen und Erneuerungen, das insgesamt rund eine Million Euro kosten soll.

"Wir sind dabei, den Park noch attraktiver zu gestalten, um allen Ansprüchen gerecht zu werden", erläutert Kilian. Damit sind sowohl die Ansprüche von Tieren als auch von Besuchern gemeint: So bekommen etwa noch in diesem Jahr die Wildkatzen ein neues Gehege. "Unser Konzept ist es, alle Tiere in möglichst naturnahen Gehegen zu halten", so Klaus Schüßler. "Auch wenn der Nachteil darin besteht, dass man die Tiere nicht immer sehen kann."

Die zweibeinigen Parkgäste dürfen sich dagegen seit einigen Wochen über einen asphaltierten Rundweg und eine neue Beschilderung freuen. "Wir sind auch dabei, das zum Teil steile Gelände zu entschärfen", so die Parkleiterin. "Somit gestalten wir den Park zunehmend barrierefrei." Eine weitere "Großbaustelle" ist derzeit der entstehende Pflanzengarten, in dem Kinder künftig beispielsweise lernen können, Getreide anzubauen. "Wir legen viel Wert auf unser naturpädagogisches Angebot", so Fasanerie-Mitarbeiter Christian Claproth

Apropos Angebot: Auch in diesem Jahr stehen wieder einige Veranstaltungshöhepunkte auf dem Programm: Zu nennen wären unter anderem der Familienerlebnistag im Juni oder ein sogenannter Kunstspaziergang im September.

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