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Neue Naturkita am Wiesbadener Freudenberg

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Von: Andrea Rost

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Spielen im Freien und nach Herzenslust. Von April an werden Kinder in dem Park betreut.
Spielen im Freien und nach Herzenslust. Von April an werden Kinder in dem Park betreut. © Michael Schick

Das Erfahrungsfeld der Sinne im Schlosspark ist Teil des pädagogischen Konzeptes.

Seit drei Jahrzehnten wird im „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens“ auf Schloss Freudenberg bereits mit Kindern gearbeitet. Jetzt kommt eine feste Betreuungseinrichtung dazu. Im April soll im Schlosspark eine Naturkita für 18 Jungen und Mädchen eröffnet werden. „La Le Lu“ ist der Name der Einrichtung, die über einen mobilen Bauwagen als Rückzugsort verfügen wird. Er soll an unterschiedlichen Stellen aufgestellt werden.

Der Gruppenraum für die Zwei- bis Sechsjährigen ist das gesamte Gelände des Schlossparks mit Wald, Wiesen, Bachlauf und Barfußpfad. Die Freudenberg Gesellschaft Natur und Kunst e.V. hat es von der Stadt gepachtet, pflegt und sichert das Areal. Räume des Schlosses können bei Bedarf ebenfalls genutzt werden. Das Essen für Kinder und Kita-Personal soll aus der Schlossküche kommen.

Es habe seit 1993 immer wieder Impulse gegeben, eine Kita am Freudenberg zu gründen, sagte Maximilian Johannson der Frankfurter Rundschau. Er ist Mitglied im Vorstand des Trägervereins von „La Le Lu“ und im Künstlerteam von Schloss Freudenberg aktiv. „Wir sind froh und stolz, dass wir dieses Herzensprojekt nun endlich in die Tat umsetzen können.“ Als Grundlage der Pädagogik der neuen Kita nennt Johannson die Lehre zur Sinnesentfaltung nach Hugo Kükelhaus sowie die Naturpädagogik. Vor einem Jahr habe man mit der Ausarbeitung des Konzeptes für die Naturkita begonnen, im Sommer 2022 sei das achtseitige Papier der Stadt vorgestellt worden. Im Dezember stimmte das Parlament zu. Davor hatte sich bereits der Ortsbeirat Dotzheim für die Naturkita ausgesprochen.

Den trägerübergreifenden Fachstandard der Stadt Wiesbaden werde die Naturkita am Freudenberg gerecht, versichert Maximilian Johannson. Kinder und Eltern sollen mitgestalten können, zweisprachig aufwachsende Kinder würden im Erwerb ihrer Muttersprache unterstützt. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf Inklusion gelegt werden.

„Kulturelle Vielfalt wird angestrebt und aktiv gelebt“, heißt es im Konzept. Man werde auch um Kinder aus dem Schelmengraben werben, einem Viertel, in dem viele sozial benachteiligte Familien zu Hause sind.

Gestartet wird der Betrieb der Naturkita am Freudenberg in diesem Frühjahr mit älteren Kindern, bei der Zusammenstellung der Gruppen soll auf eine gute Altersdurchmischung geachtet werden. Die Plätze werden über das Vergabesystem der Stadt Wiesbaden „WiKITA“ vergeben.

Der Trägerverein sucht noch pädagogische Fachkräfte. Infos unter www.schlossfreudenberg.de/lalelu.

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