Konny Küpper

Neue Grünen-Sprecherin gewählt

Politneuling Konny Küpper bildet mit Herbert Bohr die Doppelspitze der Öko-Partei

Konny Küpper ist die neue Kreisvorstandssprecherin der Grünen. Die 47 Jahre alte Diplom-Kauffrau und Kommunikationswissenschaftlerin wurde von der Hauptversammlung am Donnerstagabend im Hilde-Müller-Haus einstimmig gewählt. Es gab keine weiteren Kandidaten. Wegen des EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft und des Unwetters waren nur 16 Mitglieder anwesend.

Die Vorstandsnachwahl war nötig geworden, weil Astrid Espenschied nach nur einem Jahr Amtszeit den Posten überraschend aus „persönlichen und familiären Gründen“ abgegeben hatte, wie Herbert Bohr von der Doppelspitze der Öko-Partei sagte. Espenschied war nicht anwesend. Zuvor hatte die 44-Jährige gesagt, dass ihr Schritt nichts mit der im August anstehenden Verhandlung wegen des Vorwurfs der Misshandlung eines von ihr betreuten Tageskindes zu tun habe.

Küpper, die als Pressesprecherin tätig war und seit acht Jahren für das Mammographie-Screening bei der Kassenärztlichen Vereinigung zuständig ist, ist politisch noch nicht in Erscheinung getreten. Erst 2010 ist die Kloppenheimerin den Grünen beigetreten, sagte sie bei ihrer Vorstellung.

Schon im vergangenen Jahr wurde sie „unverhofft“ in den Vorstand als Beisitzerin gewählt. Seitdem habe sie überwiegend Mitglieder und den Stammtisch betreut. „Auch war ich mit auf der Straße für die Horst-Schmidt-Kliniken und die Herbert-Anlagen.“

Ihr politisches Ziel sei es, „das Potenzial der rund 300 Mitglieder künftig mehr auszuschöpfen“. Sprich: Die Basis solle aktiviert und in Arbeitskreise eingebunden werden. Als „praktizierende Buddhistin“ traue sie sich zu, „Widerstände und Unterschiede auszuhalten und zu integrieren“. Denn angesichts der bevorstehenden OB- und Landtagswahl „brauchen wir jeden“. Ein persönliches Ziel sei, dass Wiesbaden eine „grüne, lebendige, gesunde Stadt“ wird.

Den frei gewordenen Beisitzerposten übernimmt Christina Köhn. Die 39-Jährige ist erst vor acht Monaten den Grünen beigetreten, weil sie eine „Zunahme der Fremdenfeindlichkeit in der bürgerlichen Mitte“ beobachte. Seit zwei Jahren ist Köhn Betriebsratsvorsitzende bei der HSK Service GmbH, die eine Wäscherei und Catering betreibt. (byb.)

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