Wiesbaden

Neue Freiwillige für Partnerstadt in Nicaragua

Zwei Wiesbadener Abiturienten haben sich für ihr sozialpraktisches Jahr für Ocotal in Nicaragua entschieden.

Vor einem Jahr war Linda Keast dort, wo Rosa Brocar und Florian Stritzke bald sein werden. Die 20-jährige Wiesbadenerin war in Ocotal in Nicaragua, und arbeitete in der Montessori-Schule. Nun ist sie zurück und hilft Rosa und Florian bei den Vorbereitungen. Denn auch für die beiden geht es schon in zwei Tagen für ein sozialpraktisches Jahr nach Ocotal. Unter dem Motto „Helfen und lernen“ schickt der Verein zur Förderung der deutsch-nicaraguanischen Freundschaft jährlich zwei Freiwillige nach Ocotal.

Insider-Informationen für die Beiden hat Linda parat, die von ihren Erlebnissen schwärmt: „Ich fühle mich nach meinem Jahr mit Land und Leuten sehr verbunden. Ich war ein normales Mitglied der Gesellschaft und hatte keine ,Freiwilligen-Sonderfunktion‘.“

Dieses Ziel verfolgen auch Rosa und Florian. Sie wollen sich möglichst gut in die Gesellschaft einbringen und nicht als Touristen wahrgenommen werden. Beide haben sich intensiv auf das Jahr vorbereitet und wollen ihre Spanisch-Kenntnisse erweitern, die sie in der Schule erworben haben.

Das wird zu Beginn schwierig werden, warnt Linda: „Meine Spanischkenntnisse haben mir nicht viel geholfen. In Ocotal wird ein Dialekt gesprochen, der mit dem Schulspanisch wenig zu tun hat. Die ersten Wochen habe ich mehr von den Kindern in der Schule gelernt, als sie von mir.“

Über Heimweh konnte sie nie klagen: „Ich hatte so viel zu tun, da blieb keine Zeit für Heimweh“. Auch Rosa und Florian machen sich keine Sorgen: „Wir werden in Gastfamilien wohnen. Das ist ein kleiner Ersatz für unsere Familie zu Hause“, sagt Rosa. (prld.)

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