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Das Nadelöhr soll verschwinden

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Täglich rollen bis zu 80.000 Fahrzeuge über die Schiersteiner Brücke.
Täglich rollen bis zu 80.000 Fahrzeuge über die Schiersteiner Brücke. © dpa

Hessen und Rheinland-Pfalz wollen möglichst bald mit dem Neubau der Schiersteiner Brücke loslegen. Die Pläne liegen ab sofort in den Rathäusern der beteiligten Städte aus. Von Michael Grabenströer

Von Michael Grabenströer

Die Schiersteiner Brücke, die im Zuge der Autobahn 643 Mainz, Wiesbaden, Rheingau und Taunus mit Rheinhessen verbindet, ist für den Autoverkehr das Nadelöhr im westlichen Rhein-Main-Gebiet. Bis nach Koblenz gibt es über den Rhein dann keine weiteren Brücken mehr. Der Straßenverkehr ist auf Umwege oder Fähren angewiesen.

Also flutet ein Großteil des ganzen Verkehrs westlich oder links des Rheins aus den Regionen Nahe, Hunsrück und Rheinhessen über diese marode Brücke. Schon seit Monaten ist dort der Verkehr auf Höchsttempo 60 beschränkt. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat jetzt das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Autobahn 643 bei Wiesbaden und Mainz eingeleitet. Das Gesamtprojekt umfasst den sechsstreifigen Ausbau der A643 zwischen dem Autobahnkreuz Wiesbaden-Schierstein (Hessen) und dem Autobahndreieck Mainz (Rheinland-Pfalz).

Für die Planung und für das Baurecht für die verschiedenen rheinland-pfälzischen Abschnitte sind die dortigen Behörden zuständig. Das Verfahren für den Abschnitt von der Landesgrenze Hessen/Rheinland-Pfalz bis zur Anschlussstelle im Mainzer Stadtteil Mombach wird zeitgleich mit dem Verfahren für den hessischen Abschnitt durchgeführt.

Ausgleich für den Eingriff

Dieser vom RP Darmstadt betreute Verfahrensabschnitt umfasst neben dem Ausbau der Richtungsfahrbahnen im Wesentlichen den Neubau der Schiersteiner Brücke, den Umbau der Anschlussstelle Wiesbaden/Äppelallee mit baulichen Änderungen der Landesstraße 3482 (Äppelallee), den Umbau des Autobahnkreuzes Wiesbaden-Schierstein sowie den notwendigen Ausgleich in der Landschaft. Das geschieht nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft, sondern in den Gemarkungen von Geisenheim und Winkel (Oestrich-Winkel).

Die Länge der Ausbaustrecke für den hessischen Teilabschnitt beträgt zirka 2,1 Kilometer. Die Gesamtkosten des hessischen Abschnittes sind auf rund 133,7 Millionen Euro veranschlagt.

Die Pläne für das Straßenbauvorhaben liegen bis zum 17. Februar bei den Stadtverwaltungen von Wiesbaden, Oestrich-Winkel und Geisenheim während der üblichen Dienststunden aus. Einwendungen von Betroffenen gegen den Plan können bis zum 3. März bei den betroffenen Kommunen oder dem Regierungspräsidium Darmstadt schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Maßgeblich ist der Eingangsstempel.

Bis zum 31. März haben die Kommunen, Fachbehörden und Stellen ebenfalls Gelegenheit, ihre Einwände zu den Plänen abzugeben.

"Über die Durchführung eines Erörterungstermins wird das Regierungspräsidium nach Auswertung der eingegangenen Einwendungen, Stellungnahmen und Anregungen entscheiden", sagt Regierungspräsident Johannes Baron.

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