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Nachwuchs im Rathaus

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Blick auf Wiesbadens Rathaus.
Blick auf Wiesbadens Rathaus. © imago

Die 31 neu gewählten Köpfe des seit 2009 existierenden Jugendparlaments der Stadt Wiesbaden sind jung und voller Ideen. In der ersten Sitzung der zweijährigen Amtszeit werden die Arbeitskreise gebildet.

Von Alexandra Dieterich

Sie sind jung und voller Ideen, die 31 neu gewählten Köpfe des Jugendparlaments der Stadt Wiesbaden. Das seit 2009 existierende Parlament geht damit in seine dritte, zweijährige Amtszeit. Unter dem Motto: „Einmischen, Aufmischen, Auffrischen“ konnten sich Jugendliche, die zwischen dem 11. Dezember 1994 und dem 29. Oktober 1999 geboren wurden und in Wiesbaden wohnen, bewerben. Mehr als 1 500 wahlberechtigte Jugendliche wählten im Dezember 31 Mitglieder ins Parlament.

Nach einem Kennenlern-Wochenende im Januar trafen sich die Jugendlichen am Dienstag zur konstituierenden Sitzung im Rathaus. Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel (CDU) kam persönlich, um das neue Parlament Willkommen zu heißen.

Seine Botschaft: „Das ist auch Euer Haus, macht was draus!“ Der Leiter des Amtes der Stadtverordnetenversammlung, Jörn Heimlich, betreut das Parlament: „Diese Jugendlichen sind hochmotiviert und wollen etwas bewegen.“ Der Einfluss des Jugendparlaments sei dabei nicht zu unterschätzen, sagt Heimlich weiter, „das Parlament hat Rederecht zu allen jugendrelevanten Themen inner- und außerhalb der Stadtverwaltung.“

Wiesbaden soll jugendgerechter werden

Der 17-Jährige Felix Metz wird mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Er ist bereits zum zweiten Mal Mitglied des Parlaments. „Ich freue mich auf die nächsten Jahre“, sagt er nach seiner Wahl. Der Schüler der Carl-von-Ossietzky-Schule konzentriert sich aktuell auf das bevorstehende Abitur. „Es hat mich gestört, dass so viele Dinge in Wiesbaden nicht jugendgerecht sind. Das muss sich ändern.“

Auch das politische Interesse der 17-Jährigen Lisa Hofmann ist groß. „Ich belege in der Schule bereits den Powi-Leistungskurs“, sagt sie. Durch Felix habe sie in den von der Arbeit des Jugendparlaments erfahren. „Das waren alles Themen, die mich sehr interessieren und ich gerne meinen Teil beitragen möchte.“ Das tut sie auch ganz konkret: Lisa leitet in der laufenden Legislaturperiode den Arbeitskreis „Schule und Bildung“.

Themen genau definieren

Lisas Arbeitskreis ist einer von acht Arbeitskreisen, die sich aus dem Parlament heraus gegründet haben. In diesen Arbeitskreisen soll bis zur nächsten Sitzung bereits inhaltlich und fokussiert gearbeitet werden. Zunächst gilt es natürlich, die Themen genau zu definieren. Außer Lisas Arbeitskreis widmet sich der von Fabian Pflume geleitete Arbeitskreis „Inklusion“ dem gemeinsamen Lernen, den Arbeitskreis „Verkehr und Umwelt“, wird von Nick Poluektov geleitet und hat einen selbsterklärendem Inhalt, Anita Dörr leitet den Arbeitskreis „Ehrenamt“, Manuel Traub steht dem Arbeitskreis „Gegen Jugendgewalt“ vor, um „Jugendveranstaltungen und Jugendzentren“ kümmert sich Alex Bennet und die Leiterin der „Öffentlichkeitsarbeit“ ist Annamaria Jaschke.

Und dann ist da noch Halil Siaban Oglou, 18 Jahre alt, Schüler der Diltheyschule und zum ersten Mal mit dabei. „Irgendwann muss man damit anfangen etwas zu bewegen. Ich möchte etwas tun, ich möchte vieles besser machen.“

Halil wird als Leiter des Arbeitskreises Drogenprävention gewählt. Die nächste Sitzung ist am 25. Februar und Felix weiß schon jetzt: „Wir werden Einiges zu tun haben.“ Dann gelte es , die Arbeitskreise mit Leben zu füllen.

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