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Nach Bootsbrand in Wiesbaden: Ermittlungen gegen Vater

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Von: Diana Unkart

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Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unglücksfall aus. Treibstoff und eine Wärmequelle sollen das Feuer, bei dem ein Mädchen ums Leben kam, verursacht haben.

Im Falle des siebenjährigen Mädchens, das beim Brand eines Bootes im Schiersteiner Rheinhafen in Wiesbaden ums Leben gekommen ist, geht die Staatsanwaltschaft von einem Unglücksfall aus. Nach ersten Erkenntnissen sei Treibstoff, der in einem Kanister auf dem kleinen, überbauten Holzboot lagerte, mit einer Wärmequelle in Verbindung gekommen, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Winckelmann am Dienstag. Gegen den 39 Jahre alten Vater des Mädchens, der verletzt gerettet werden konnte, werde nun wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Winckelmann bestätigte Medienberichte, nach denen die Polizei in der Vergangenheit zu dem Boot gerufen worden war. Passantinnen und Passanten hätten das Mädchen am Wasser gesehen und seien von einer Gefährdung ausgegangen. Am heutigen Mittwoch soll der Leichnam der Siebenjährigen obduziert werden.

Am Montag hatten Brandermittler:innen und ein Sachverständiger das Boot untersucht. Das Unglück ereignete sich am Sonntagmorgen. Das Boot, auf dem Vater und Tochter nach Angaben der Staatsanwaltschaft häufiger ihre Freizeit verbrachten, schwamm weit weg von den Stegen. Der Vater hatte noch versucht, das Kind zu retten.

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