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Ein riesiges Banner ziert die Rückwand.
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Ein riesiges Banner ziert die Rückwand.

Wiesbaden

Museum Wiesbaden wirbt für eine bessere Zukunft

  • VonDiana Unkart
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In diversen Formaten will das Museum Wiesbaden auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN aufmerksam machen. Und es will zeigen, wie Kulturinstitutionen nachhaltig arbeiten können.

Das Museum Wiesbaden widmet den Internationalen Museumstag am kommenden Sonntag dem Thema Nachhaltigkeit. Das ist bereits von außen erkennbar. Ein riesiges Plakat ziert die Gebäuderückseite. Darauf zu lesen: ein Zitat von Joseph Beuys und die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Sie beschränken sich nicht auf den Umweltschutz und richten sich an alle. Das Museum möchte die Ziele bekannter machen und zeigen, wie Kulturinstitutionen nachhaltig arbeiten können. Gerade ist dazu ein Pilotprojekt gestartet.

„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“, mahnt Beuys großflächig. Heute wäre der Künstler 100 Jahre alt geworden. Aber nicht nur wegen seines Geburtstags hat sich das Team des Museums für ihn als Zitatgeber entschieden. Es gibt einige Verbindungen zwischen Beuys und Wiesbaden. Das Museum besitzt eine bedeutende Sammlung. Auf dem Freudenberg steht der ausgemusterte erste „Omnibus für Direkte Demokratie“, eine Initiative, die auf Beuys zurückgeht. Er habe die ökologische Frage schon in den 1960er-Jahren gestellt, als sich noch kaum jemand dafür interessiert habe, sagt Andreas Henning, Direktor des Museums. In seinem Haus gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet, ein Pilotprojekt ist angelaufen. Bis zum Jahresende soll ermittelt werden, wie groß der Co2-Fußabdruck des Museums ist. Alle Bereiche und Vorgänge – bis hin zum Transport von Exponaten – werden beleuchtet. Konkrete Ergebnisse im Bemühen um Nachhaltigkeit gibt es bereits. Die Bildungsangebote seien nachhaltig ausgerichtet worden, sagt Daniel Altzweig vom Team Bildung und Vermittlung. Heißt, für alle Zielgruppen soll es Angebote geben. Bei der Katalogproduktion soll auf das Einschweißen in Kunststoff verzichtet werden. Fahnen, die vor dem Haus für Ausstellungen werben, nähen syrische Frauen später zu Taschen oder Rucksäcken um, die im Museumsshop verkauft werden. Am Sonntag können virtuelle Besucher:innen in ein Gästebuch schreiben, wie ein Museum zu Nachhaltigkeit inspirieren kann. Zudem gibt es einen digitalen Workshop für Jugendliche ab 13 Jahre.

Um viele Leute mit den Nachhaltigkeitszielen vertraut zu machen, unterstützt das Museum die 17-Ziele-Bierdeckel-Kampagne, die Studierende der Hochschule Fresenius entwickelt haben. Die Ziele sind in hessischer Mundart auf Bierdeckel gedruckt. „Das sind die Botschaften. Die müssen wir in die Köpfe der Menschen bringen“, sagt Anke Trischler, die die Kampagne mit initiiert hat.

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